3D Druck Wochenrückblick von threedom

Auch bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt haben wir in der vergangenen Woche wieder Interessantes und Kurzweiliges aus der Welt der additiven Fertigung für dich zusammengetragen. Schnapp dir einen kühlen Drink, lehne dich zurück und genieße unseren Wochenrückblick – am besten im Schatten!

3D-Druck mit Spritzgießgranulat

Bisher galt das Spritzgießen als wirtschaftlichstes Verfahren bei der Herstellung komplexer Kunststoffteile in kleinen bis mittleren Losgrößen. Ende Juli zeigte ein Team der Firmen Yizumi Germany, Akro-Plastic, SMP Deutschland und dem Institut für Fahrzeugkonzepte des Zentrums für Luft- und Raumfahrt auf der PIAE-Konferenz in Mannheim, dass der 3D-Druck auf dem besten Wege ist, dem Spritzgießen in dieser Disziplin den Rang abzulaufen.

3D Druck mit Spritzgießgranulat
Bildquelle: Akro Plastic

Durch den Einsatz von SEAM (Screw Extrusion Additive Manufacturing) – auf Deutsch „schneckenbasiertes additives Fertigungsverfahren” lässt sich serienqualifiziertes Spritzgießgranulat mittels automatisiertem Robotersystem im 3D-Druck verwenden. Das neue System überwindet bisherige Einschränkungen in Sachen Bauteilgröße, Materialeigenschaften und Kosten – und macht den 3D Druck in naher Zukunft zu einer ernst zu nehmenden Alternative zum Spritzguss.

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Der 3D Druck hat sich im Fahrzeugbau etabliert

Dein neues Auto aus dem 3D Drucker? Was sich aktuell noch nach Sci-Fi anhört, wird in nicht allzu ferner Zukunft bereits Alltag sein. Der 3D Druck im Fahrzeugbau wird zunehmend eingesetzt – und die Ergebnisse sind bereits jetzt schon beeindruckend! Auch wenn es wohl eine Utopie bleiben wird, dass du dir ein komplettes Auto per Knopfdruck aus dem 3D Drucker erstellen kannst, werden additive Fertigungsverfahren den Fahrzeugbau in Teilen revolutionieren! Insbesondere bei Teilen, die sich mit klassischen Fertigungsverfahren gar nicht herstellen lassen, kommt dem 3D Druck eine ganz besondere Bedeutung zu. Ob als Bauteil für die Verdeckmechanik des neuen BMW i8 Roadsters oder als additiv gefertigter Motorkolben für den Porsche 911 GT2 RS: Additiv gefertigten Teilen gehört im Fahrzeugbau ganz klar die Zukunft!

Czinger 21C Chassis
Bildquelle: Czinger

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Fraunhofer und Universität gründen 3D-Druck-Zentrum

Mit der neuen Forschungsstelle Campus Additive Innovationen arbeiten die Uni Bayreuth und die Projektgruppe Prozessinnovation des Fraunhofer IPA ab sofort gemeinsam an neuen Lösungen im Bereich 3D Druck. Die Forschungsstelle soll die additive Fertigung fächerübergreifend und zusammenhängend bearbeiten – und nicht nur durch die Brille eines Ingenieurs, wie derzeit üblich. Wir sind gespannt, was die Wissenschaftler aus fünf Fakultäten mit mehr als 26 Lehrstühlen und vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an innovativen Lösungen im Bereich 3D Druck entwickeln werden.

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Deutsches Start-Up erhält 1,9 Millionen Euro für Weiterentwicklung von Metall-3D-Druck Technologien

Das in Würzburg ansässige Start-Up „Headmade Materials“ konnte kürzlich 1,9 Millionen Euro als Finanzspritze von einem Partnernetzwerk verbuchen. Mit dem Geld soll der 3D-Druck von Metallen weiter erforscht und zur Marktreife gebracht werden. Das Unternehmen arbeitet an einer Kombination aus Metallpulver und einem speziellen Polymer-Binder-System, was sich in jedem handelsüblichen Drucker einsetzen lassen soll.

Die beiden Gründer, Christian Staudigel und Christian Fischer, sind zuversichtlich, dass ihre Technologie durch ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und einem hohen Produktions-Output überzeugen wird.

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Veganer Lachs aus dem 3D Drucker

Das Startup Legendary Vish arbeitet an der Serienreife für Lachsfilets aus dem 3D Drucker. Das Ziel des Unternehmens ist es, eine gesündere und geschmackvollere Alternative zum Naturlachs bereitzustellen. Mit der Zusammenarbeit mit dem niederländischen 3D Drucker Hersteller FELIXprinters sollen vegane Lachsfilets entstehen, die in Aussehen, Textur und Geschmack nicht vom Original zu unterscheiden sind.

FELIX BIOprinter
Bildquelle: FELIXprinters

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Maßgeschneiderte Fahrräder aus dem 3D Drucker

In nur 10 Tagen hat das Unternehmen Superstrata Vorbestellungen im Wert von 2,8 Millionen Dollar erhalten – für ein Fahrrad aus dem 3D Drucker! Superstrata bietet sowohl klassische Bikes als auch E-Bikes an – mit perfekt auf den Fahrer angepassten Rahmen. Dieser einteilige Rahmen aus Carbonfaser kommt ohne Kleb- oder Schweißnähte aus und stammt komplett aus dem 3D Drucker. Wann und ob die Bikes auch in Deutschland erhältlich sind, ist bisher noch offen.

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Video der Woche: Die Doku: Wie der 3D Druck unsere Welt verändert

Schon etwas älter ist die Doku von ARTE, die wir dir heute ganz besonders ans Herz legen möchten. Gespickt mit Informationen berichtet ARTE auf kurzweilige Art und Weise über die faszinierende Welt des 3D Drucks. Gönn’ dir die 50 Minuten Input!

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Modell der Woche: Mach dir eine Sonnenuhr …

Digital Sundial by Mojoptix
Bildquelle: mojoptix/thingiverse.com

Die Sonnenuhr ist seit Ewigkeiten als Zeitmesser im Einsatz. Auf Thingiverse hat User Mojoptix das uralte Utensil jetzt völlig neu interpretiert. Die Sonnenuhr aus dem 3D-Drucker zeigt dir die Uhrzeit in ihrem Schatten an – und zwar minutengenau! Von 10:00 bis 16:00 Uhr updated die Sonnenuhr alle 20 Minuten die Zeit – ganz ohne Batterien, Motoren oder Elektronik. Grundlage für die Funktion ist das Gnomon – die „magische Box“ im Inneren der Sonnenuhr. Wir finden, dass selten ein Objekt aus dem 3D Drucker soviel Coolness versprüht wie diese Uhr! Solltest du unbedingt mal ausprobieren!

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Und sonst? Ja, weitere  Modelle findest du im Beitrag 3D Drucker Vorlagen

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