Voodoo Manufacturing - Robotik und 3D Druck

Über den Einsatz von Robotern wird in letzter Zeit ja immer häufiger diskutiert. Insbesondere in der Logistik werden mehr automatisierte Ansätze verfolgt, die manch einem Angst machen. Ich bin ja nicht hier, um euch Angst zu machen, sondern um euch die Welt des 3D-Drucks näher zu bringen und zukünftige Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Wir alle kennen das:

Abends startet man einen Druck. Dieser dauert dann mal eben 13 Stunden und der Druck ist gerade dann beendet, wenn man aus dem Haus ist.

Dann kann man natürlich mit Hilfe von Lösungen wie Octoprint oder Astroprint dafür sorgen, dass der Drucker ausgeschaltet wird.

Alles super.

Was aber, wenn ihr an einem Förderturm druckt und eine Deadline habt, die ihr einhalten müsst? 😉

Wollt ihr den ganzen Tag warten und am Abend den nächsten Druck anschmeißen, um dann den Tag darauf…Ihr wisst was ich meine.

Oder wollt ihr die Kapazität eurer Drucker perfekt ausnutzen und nahezu 24/7 drucken können?

Ich bin für Punkt 2.

Das Druckbett-Dilemma sorgt aber dafür, dass wir nicht einfach eine Mechanik nutzen können, um das 3D gedruckte Objekt vom Druckbett zu schieben/ abzunehmen…

Einerseits möchten wir ja, dass die Objekte haften und kein Warping entsteht. Andererseits wäre eine geringere Haftung für solche Anwendungen perfekt, würde aber zum Warping führen.

Welche Lösungen gibt es dazu?

Wer oft auf thingiverse und ähnlichen Seiten surft, hat vielleicht einige Ideen zu der Massenproduktion im 3D-Druck gesehen. Da gibt es Folien auf Druckbetten, die sich drehen und durch den Biegewinkel das Objekt abwerfen. Andere nutzen tatsächlich eine Art Arm, um die Objekte runter zu schubsen. Das ist nicht so toll, zumal bei stärkerer Haftung des Objektes nicht nur der stundenlage Ausdruck zerstört werden könnte.

Voodoo Manufacturing - Robotik und 3D Druck
Quelle: Voodoo Manufacturing

Wer oder was steckt hinter der Robotik Lösung?

Voodoo Manufacturing geht einen anderen Weg. Voodoo Manufacturing ist ein Unternehmen aus den USA, welches eine quasi Massenproduktion im Bereich der additiven Fertigung anbieten möchte. Dazu haben sie über 100 Makerbots und produzieren so Serien für ihre Kunden. Sie produzieren in Masse und sind dennoch günstiger als beispielsweise das Spritzgussverfahren. Sie haben ihren Wunsch des kontinuierlichen Druckens mit der „Skywalker“ getauften Technik folgenderweise erfüllt:

Sie haben einen Roboter, der bei 9 Makerbots das Druckbett samt gedrucktem Objekt abnimmt und ein frisches Druckbett wieder anbringt. Dazu kommt dann ein kleines Lager für leere und volle Druckbetten und die ewige Druckstation ist geboren.

Schaut euch dazu dieses Video mal an:

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass das Druckbett aus einer Glasplatte mit Kaptontape besteht. Wie wird das Druckbett denn geheizt?

Gar nicht.

Voodoo druckt nur in PLA und TPU und nutzt aus dem Grund keine Heizbetten bei ihren Druckern.

Laut eigenen Aussagen können die Leute von Voodoo durch die Skywalker Technik ihre Produktionskapazitäten um 400% erhöhen.

In diesem Bereich wird ein Roboter auch niemandem den Job wegnehmen. Oder gehört ihr zu denen, die ihre Familienmitglieder erziehen, ihre Drucker nach Befehlen zu bedienen? 😀

Voodoo Manufacturing - Robotik und 3D Druck
Quelle: Voodoo Manufacturing

In dem Sinne:

Domo Arigato Mister Robato…

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Mein Name ist Sercan und ich beschäftige mich seit mehreren Jahren mit dem 3D Druck - privat und beruflich. Mit threedom möchte ich dir den Einstieg in die wunderbare Welt der Schichten erleichtern und ebenso die Möglichkeit geben, dein Wissen in dem Bereich zu erweitern. Schau dich um und die Ideen kommen dann schon von alleine :)