Die besten Keramik 3D-Drucker 2026
Die Suche nach einem passenden Keramik 3D-Drucker kann möglicherweise eine sehr zeitintensive Angelegenheit sein. Wir verhelfen dir aber zu einer Abkürzung. Im Folgenden haben wir die aktuell besten 3D-Drucker für Keramik auf dem Markt aufgeführt.

TRONXY Moore 2 Pro Clay

Tronxy Moore 1 Clay
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TRONXY Moore 2 Pro Clay

Tronxy Moore 1 Clay
Kriterien zur Wahl eines Keramik-3D-Druckers
Um den für dich besten Keramik 3D-Drucker zu finden, solltest du natürlich nicht gleich beim erstbesten Gerät zuschlagen. Der Markt wächst beeindruckend schnell und immer mehr Unternehmen bieten ihre Drucker an. Wir raten dir deshalb, dich im Vorfeld eines Kaufs genau zu informieren und verschiedene Kriterien zu vergleichen. Welche genau und worauf du dabei im Detail achten solltest, zeigen wir dir im Folgenden.
Preis/Leistung
Der Preis ist natürlich für viele Druckfans der ausschlaggebende Faktor. In der Regel setzt sich jeder ein bestimmtes Budget, für das dann aber auch die beste Leistung gesucht wird. Genauso kannst und solltest du vorgehen. Lege dir dein Budget also im Vorfeld fest und schaue, an welchen Stellen du Abstriche machen kannst. Druckst du zum Beispiel nur selten und vor allem für den Hobby-Bedarf, ist die Druckgeschwindigkeit vermutlich weniger wichtig als bei einer industriellen Anwendung. Hier könntest du dann also etwas Sparpotenzial nutzen und dafür an anderer Stelle mehr in Teile investieren, die für dich wirklich relevant sind.
Stabilität des Druckers
Gerade beim Druck von Keramik solltest du unbedingt auf eine ausreichende Stabilität deines Druckers achten. Ist diese nicht gewährleistet, wird der Druck nicht solide und präzise umgesetzt. Dein Drucker sollte also über einen standfesten und soliden Aufbau verfügen. Am besten aus sehr werthaltigen und stabilen Materialien.
Gleichmäßige Pastenextrusion
Beim 3D-Druck mit Keramik wird oftmals unterschätzt, wie wichtig eine gleichmäßige Extrusion der Pasten ist. Dabei liegt dies eigentlich auf der Hand. Wird die Paste ungleich aufgetragen, entstehen unschöne Flächen und Stellen auf dem Objekt. Dies kann dazu führen, dass der gesamte Druck nicht mehr schön anzusehen und unterm Strich wertlos ist. Auch im laufenden Betrieb empfehlen wir dir, stetig die Extruder zu überprüfen und sicherzustellen, dass diese nicht verstopft, oder anderweitig beschädigt sind.
Materialvielfalt
Schon vor dem Kauf solltest du dir am besten überlegen, welche Materialien für beim Druck verwenden möchtest. In der Regel sind die Keramik 3D-Drucker mit verschiedenen Materialien kompatibel. Du kannst also nicht nur den Keramikschlamm für das Drucken deiner Objekte verwenden. Auch Ton, rotes Porzellan und weitere feuerfeste Materialien lassen sich verwenden. Das trifft aber nicht auf jeden Drucker zu. Beschäftige dich also im Vorfeld, mit welchen Materialien du dein Gerät verwenden können möchtest.
Druckgeschwindigkeit
Die Druckgeschwindigkeit haben wir bereits einmal angesprochen. In diesem Bereich zeigt der Markt zum Teil sehr deutliche Unterschiede. Einige Geräte drucken mit bis zu 40 mm/s, während andere Drucker mühelos das Dreifache schaffen. Faktoren wie eine hohe Druckgeschwindigkeit sind aber natürlich auch ein Preistreiber. Bist du nicht wirklich auf schnelle Drucke angewiesen, kannst du in diesem Bereich bares Geld sparen, wenn du auf ein wenig Highspeed verzichtest.
Ersatzteile verfügbar
Auf keinen Fall solltest du unterschätzen, wie wichtig der Zugang zu Ersatzteilen für deinen Drucker ist. Je nach Intensität und Nutzung ist der Verschleiß der einzelnen Teile beachtlich. Du solltest deshalb von Beginn an darauf achten, dich für einen Drucker zu entscheiden, bei dem du problemlos an Ersatzteile kommen kannst. Gerade bei Herstellern aus Fernost ist dies nicht immer der Fall. Zusätzlich ist in diesen Fällen oft ein Problem, dass die Unternehmen keinen ausreichenden Support für die deutschen Kunden anbieten. Im Falle von Rückfragen oder Unklarheiten musst du dich dann auf eine starke Community rund um den Drucker verlassen können.
Wie funktioniert der Keramik-3D-Druck?
Zumindest im Groben kann der Keramik 3D-Druck mit dem klassischen 3D-Druck verglichen werden. Ein deutlicher Unterschied ist vor allem nach dem Druck spürbar. Beim Keramik-Druck wird das jeweilige Objekt mit Hilfe eines Ofens noch einmal nachbearbeitet. Die einzelnen Schritte beim Drucken eines Keramik-Objekts haben wir im Folgenden für dich einmal aufgeführt.
1. Anschließen des Druckers
Hast du deinen passenden Keramik-3D-Drucker gefunden, musst du diesen natürlich erst einmal anschließen. Achte dabei auf das Gewicht des Geräts, denn dieses kann zum Teil enorm ausfallen. Je nach Art der Lieferung kannst du deinen Drucker im besten Fall einfach mit dem Strom verbinden und einrichten. Hast du dich für einen Bausatz entschieden oder ist der Drucker lediglich vormontiert, ist noch etwas Handarbeit erforderlich.
2. Festlegen des zu druckenden Modells
Nach dem Aufbau kannst du dich in der Software des Druckers ein wenig umschauen. Hast du das getan, kannst du das gewünschte Modell bestimmen, welches gedruckt werden soll. Wie genau das geschieht, variiert zwischen den Druckern. Hilfreich ist in vielen Fällen zum Beispiel ein USB-Anschluss. Alternativ dazu bieten viele Keramik-Drucker auch einen Slot für eine SD-Karte.
3. Vorbereiten des Materials
Anders als Filament wird die Tonmasse im Drucker nicht aufgeschmolzen: Ein Clay-Drucker verarbeitet feuchten Ton als Paste. Tronxy, der Hersteller des Moore 1 und des Moore 2 Pro, lässt den Ton dafür zwei bis drei Stunden in Wasser einweichen. Danach wird er gleichmäßig durchmischt und in den Vorratsbehälter gefüllt. Drück danach die Luft aus dem Behälter, denn Luftblasen in der Masse können laut Tronxy dazu führen, dass das Stück nach dem Brennen bricht oder sich verformt (Anleitung von Tronxy).
4. Formen des Materials
Danach baut der Drucker dein Objekt Schicht für Schicht aus der Paste auf. Die Clay-Drucker von Tronxy und WASP arbeiten nach dem LDM-Verfahren, das WASP Liquid Deposition Modeling und Tronxy Liquid Deposition Molding nennt. Diese Drucker drücken die feuchte Masse durch eine Düse. Beim Moore 1 und beim Moore 2 Pro schiebt laut Tronxy ein elektrischer Schubkolben statt Druckluft die Masse nach, beim Moore 2 Pro sitzt dazu eine Förderschnecke. Beim LDM-Extruder von WASP drückt Druckluft die Masse aus einem Zylinder zu einer Schnecke, die den Ton über einen Schrittmotor gezielt ablegt. Das frisch gedruckte Stück ist noch feucht und muss laut Tronxy erst an der Luft trocknen, nicht in direkter Sonne. Ganz anders arbeitet zum Beispiel das LCM-Verfahren des Herstellers Lithoz: Dort härtet blaues Licht eine keramikhaltige Flüssigkeit Schicht für Schicht aus, ähnlich wie Harz beim SLA-Verfahren oder bei DLP. Dafür braucht es einen eigenen Drucker.
5. Nachbearbeitung im Ofen
Einer der wichtigsten Schritte beim Keramik-3D-Druck ist die Nachbearbeitung. Hierfür musst du auf einen Ofen zurückgreifen.
Nachbearbeitung im Clay-Druck: Ofen nötig
Beim Keramik-Druck ist die Nachbearbeitung im Ofen ein zwingender Bestandteil. In der Regel ist hierfür ein Spezialofen erforderlich, was gerade für Privatanwender in den letzten jähren oftmals ein Problem darstellte. Mittlerweile haben sich die Hersteller aber auch hier entwickelt. Einige Unternehmen bieten zum Beispiel spezielle Mikrowellen-Öfen, mit denen die Nachbearbeitung auch zuhause einfach erfolgen kann.
Welche Materialien lassen sich mit diesen Pastendruckern 3D drucken?
Keramik ist ein sehr vielfältiger Werkstoff. Genauso vielfältig ist deshalb auch die Kompatibilität der meisten Keramik-3D-Drucker. So kannst du problemlos Materialien wie etwa Porzellan oder Ton drucken. Darüber hinaus wird vor allem in der Industrie auch auf die sogenannten technischen Keramiken gesetzt. Bei diesen handelt es sich unter anderem um Aluminiumoxid oder Wolframkarbid.
Für wen lohnt sich ein Keramik 3D-Drucker?
Die Anschaffung eines Keramik 3D-Druckers lohnt sich für zahlreiche Unternehmen und Personen. So können etwa Künstler im Bereich der Keramik ihre Arbeit noch ein wenig kreativer gestalten und mit diesen Druckern neue Möglichkeiten entdecken. Darüber hinaus eignen sich diese Drucker zum Beispiel auch für Unternehmen der Medizin– oder Zahntechnik. Abseits dieses Marktes ist die Anschaffung auf Unternehmensebene in noch weiteren Fällen empfehlenswert. Zum Beispiel dann, wenn kleinere Ersatzteile mit einem Clay-Drucker selbst erstellt werden können.
Nicht zuletzt eignen sich die Keramik 3D-Drucker auch für den Einsatz in Schulen, wo die Arbeit mit Ton und keramischen Materialien verfeinert werden kann. Der Hobby-Gebrauch ist ebenfalls ein Einsatzbereich, der mit fallenden Preisen immer intensiver angesteuert wird.
Keramik-3D-Druck: Vorteile und Nachteile
Der 3D-Keramik-Druck bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile. Wir haben im Folgenden einmal die wichtigsten Argumente für und gegen diese Drucker aufgeführt.
Hohe Hitzebeständigkeit
Ein großer Vorteil der keramischen Objekte ist ihre enorme Hitzbeständigkeit. Viele der Materialien können problemlos auf mehr als 1.000°C erhitzt werden. Die Objekte bringen gleichzeitig eine gute Härte mit und bieten keine elektrische Leitfähigkeit.
Druck von hochkomplexen und detaillierten Bauteilen möglich
Mit dem keramischen Material ist der Druck von hochkomplexen Geometrien und detaillierten Bauteilen problemlos möglich. Diese können hier sogar noch deutlich präziser gefertigt werden als mit vielen anderen 3D-Druckverfahren. Genau deshalb wird der Keramik-Druck unter anderem in der Medizintechnik oder Zahntechnik eingesetzt.
Geschirr mit passender Glasur
Mit einem Clay-Drucker kannst du auch Tassen oder Schalen drucken. Ob ein Stück für Lebensmittel taugt, entscheiden aber Ton, Glasur und Brand, nicht der Drucker. Glasuren können laut Verbraucherzentrale Schwermetalle wie Blei und Cadmium enthalten. Wie viel davon in Lebensmittel übergeht, hängt unter anderem von der Zusammensetzung der Glasur und von der Brenntemperatur ab. Nimm für Geschirr deshalb nur eine Glasur, deren Hersteller zusichert, dass sie frei von Schwermetallen ist, und brenne sie so heiß, wie er es angibt.
Ofen und Nachbearbeitung zwingend erforderlich
Einer der großen Nachteile beim Druck von Keramik-3D-Objekten ist die Nachbearbeitung in einem speziellen Ofen. Hier werden die Objekte gebrannt, dieser Part ist also unerlässlich. Hinzu kommt, dass die Nachbearbeitung sehr aufwendig ist, was die Drucker zum Beispiel für die Serienfertigung nicht wirklich passend macht.
Schrumpffaktor muss berücksichtigt werden
Beim Arbeiten mit keramischen Materialien musst du auf jeden Fall den Schrumpffaktor beachten. Durch die Hitze im Ofen können sich die Materialien noch einmal in ihrer Größe verändern und etwas zusammenfallen. Sind präzise Arbeiten mit genauen Maßen erforderlich, kann dies zu einer Herausforderung werden.
Keine scharfen Kanten oder hervorstehenden Elemente in Keramik-Bauteilen möglich
Scharfe Kanten oder hervorstehende Elemente sind mit den Keramik-Bauteilen in der Regel nicht möglich. Der Grund hierfür liegt in der Zerbrechlichkeit des Materials. Nach dem Brennen ist dieses enorm leicht zerstörbar, sodass scharfe Kanten zu einem Bruch im Material führen könnten.
Fazit: Kreative Meisterwerke erschaffen
Die 3D-Keramik-Drucker sind eine tolle Entwicklung dieser Branche und erweitern deine Möglichkeiten deutlich. Die keramischen Materialien sind besonders für sehr feine und präzise Objekte sehr gut geeignet. Hier entsteht eine Qualität, die bei herkömmlichen Druckverfahren oftmals nicht erreicht werden kann. Die Preise sind mittlerweile zudem kundenfreundlicher geworden. Wer erst einmal vorsichtig in diesen Bereich einsteigen möchte, muss kein Vermögen investieren.











