Geld verdienen mit dem 3D-Druck – Was ist drin?

Viele Menschen beschäftigen sich leidenschaftlich gerne mit dem 3D-Druck. Nicht selten stellt sich die Frage, wie sich mit dieser Leidenschaft Geld verdienen lässt. Gehörst auch du zu diesen Menschen, bist du hier genau richtig. Im Folgenden zeigen wir, welche Möglichkeiten es gibt, um mit dem 3D-Druck Geld zu verdienen. Darüber hinaus klären wir dich über die jeweiligen Vor- und Nachteile auf und geben dir zahlreiche wichtige Tipps mit auf den Weg. Gleich zu Beginn können wir aber schon ein wenig spoilern: Zumindest in der Theorie kommen nämlich gleich mehrere Optionen in Frage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Um mit dem 3D-Druck Geld zu verdienen, kommen verschiedene Optionen wie eigene Drucke, Drucke im Fremdauftrag oder auch Service-Dienstleistungen in Frage
  • Bevor du startest, musst du dich unbedingt genau mit den Rahmenbedingungen beschäftigen. Darunter deine eigenen Möglichkeiten, aber auch das Treiben der Konkurrenz
  • Generell ist es möglich, mit dem 3D-Druck Geld zu verdienen. Du solltest dich jedoch kreativ zeigen und gleichzeitig betriebswirtschaftliche Fähigkeiten besitzen

Arten, um mit dem 3D-Druck Geld zu verdienen

Wie kann ich mit dem 3D-Druck Geld verdienen? Antworten auf diese Frage gibt es gleich mehrfach. Wir haben im Folgenden die interessantesten Optionen für dich aufgeführt und wollen diese natürlich auch genauer vorstellen.

  • 3D-Druck-Service anbieten
  • Physische Produkte entwerfen und verkaufen
  • Eigene 3D-Modelle erstellen und auf Plattformen verkaufen
  • 3D-Modelle nach Kundenwunsch erstellen
  • 3D-Druck Wissen vermitteln
  • Einen eigenen 3D-Druck-Shop gründen
  • 3D-Scan-Service anbieten
  • Technischer 3D-Drucker-Support
  • 3D-Drucker vermieten
  • Content-Creator werden (Youtube,Social Media, Blogs, etc.)
  • Angestellt im 3D-Druck-Bereich
  • Investieren in 3D-Druck-Aktien

3D-Druck-Service anbieten

Zunächst in den Sinn kommt rund um das Geld verdienen mit den 3D-Drucken natürlich das Anbieten eines eigenen 3D-Druck-Services. Die Konkurrenz in diesem Bereich ist in den letzten Jahren allerdings massiv gewachsen. Schon ein kurzer Blick auf die Angebote bei Ebay-Kleinanzeigen verrät: Die Auswahl ist gigantisch. Es muss also schon ein besonderer Service sein, um hier wirklich aus der Masse herausstechen zu können. Firmen in Japan bieten zum Beispiel bereits eigene 3D-Drucke für Actionfiguren, um sich selbst als solche Figur drucken zu können. In den USA haben sich Unternehmen auf kleine Hochzeitspaare aus dem 3D-Drucker spezialisiert. Ein Nachteil der hohen Konkurrenz ist zudem, dass die Preise für die Services in den letzten Jahren deutlich gesunken sind.

Beschäftigen musst du dich in diesem Fall zwangsläufig auch mit einigen weiteren Dingen. Darunter Anschaffungskosten für die Drucker, Gewinnspannen oder auch die Kosten für anstehende Reparaturen.

Arbitrage im 3D-Druck-Service

Leicht abgewandelt davon ist die Möglichkeit, lediglich als Zwischenhändler zu fungieren. In diesem Fall suchst du dir also einen günstigen, zuverlässigen und gleichzeitig hochwertigen Anbieter und vertreibst deren Services bzw. Produkte. Der Nachteil: Du bist die direkte Ansprechperson der Kunden und trägst diesen gegenüber die Verantwortung vollständig auf deiner Seite. Auch dann, wenn die Ursachen für Probleme möglicherweise gar nicht bei dir liegen.

Physische Produkte entwerfen und verkaufen

Diese Möglichkeit ähnelt dem Angebot eines eigenen 3D-Druck-Services. Der Vorteil ist aber, dass du dich spezialisieren kannst und nicht alles drucken musst. Verkaufen kannst du deine Werke zum Beispiel über Plattformen wie Etsy oder Amazon. Aber auch Ebay bzw. Ebay Kleinanzeigen können hierfür geeignet sein. Erfolgsgeschichten wurden auf diesem Wege in der Vergangenheit bereits reichlich geschrieben. So etwa die der weltbekannten Fidget Spinner, mit denen Seller bei Amazon ein Vermögen generieren konnten.

Nicht außer Acht lassen solltest du in diesem Fall allerdings wieder die Konkurrenz und deren Produkte. Befassen musst du dich mit möglichen Urheberrechten und Lizenzen. Im schlechtesten Fall droht dir sonst eine Menge Ärger aufgrund von Urheberrechtsverletzungen und Ähnlichem.

Eigene 3D-Modelle erstellen und auf Plattformen verkaufen

Bringst du bereits eine gewisse Erfahrung im Umgang mit 3D-Drucken und Modellen mit, kannst du natürlich auch deine Modelle vertreiben. Wichtig zu beachten ist für den Erfolg, dass deine Modelle möglichst einfach umzusetzen sein sollten. Immerhin verfügt nicht jeder deiner potenziellen Kunden über die gleiche Erfahrung. Komplizierte Modelle wirst du also wesentlich schwieriger verkaufen können als die einfachen Modelle. Das wiederum ist auch in anderer Hinsicht förderlich. Je mehr Verkäufe du generierst, desto besser sind für gewöhnlich auch deine Bewertungen. Das fördert wiederum neue Interessenten und Verkäufe. Achten solltest du zudem darauf, dass deine Modelle mit möglichst vielen Druckern umgesetzt werden können.

Verkaufen kannst du deine Modelle auf verschiedenen Plattformen wie Cults3D, Myminifactory oder Sketchfab. Unser Tipp: Am besten immer ein Foto vom gedruckten Modell hochladen. Gleichzeitig musst du auch hier mögliche Urheberrechte und Lizenzgebühren beachten. Und das in beide Richtungen. Immerhin kannst und solltest du dir deine Modelle ebenfalls schützen lassen.

3D-Modelle nach Kundenwunsch erstellen

Eine weitere Alternative ist das Erstellen von 3D-Modellen basierend auf den Wünschen der Kunden. Abrechnen kannst du hier zum Beispiel auf Stundenbasis. Allerdings kommen auch hier wieder Lizenzierungsprobleme ins Spiel. Schickt dir ein Kunde einen Wunsch für ein Modell zu, musst du dieses bedenkenlos erstellen können. Wie aber sieht es aus, wenn für dieses Modell eine Lizenz vorliegt bzw. benötigt wird? Unter Umständen musst du Einverständniserklärungen einholen oder kannst die Wünsche deiner Kunden schlichtweg nicht umsetzen. Die rechtliche Sicherheit ist hier von größter Bedeutung und kann schnell zu einem K.O.-Kriterium werden.

3D-Druck Wissen vermitteln

Wenn du nicht direkt in der Produktion tätig werden möchtest, kannst du natürlich auch andere Menschen an deinem Wissen teilhaben lassen. In diesem Fall hast du eine gewisse Flexibilität, denn du kannst dich zum Beispiel zwischen Online- und Offline-Kursen oder Ähnlichem entscheiden. In den Kursen kannst du Interessierten neues Wissen vermitteln, musst dich hierfür aber natürlich auch hervorragend auskennen. Erfolgreich sein wirst du hier nur, wenn du genügend Wissen mitbringst, dies verständlich erklären kannst und gleichzeitig für Begeisterung bei den Zuhörern sorgst.

Einen eigenen 3D-Druck-Shop gründen

Natürlich kannst du auch einen eigenen 3D-Druck-Shop gründen und über diesen verschiedene Produkte vertreiben. Möglich ist dies heutzutage dank verschiedener Großhändler und dem Internet relativ problemlos. Allerdings musst du zahlreiche Dinge beachten und dich zum Beispiel mit Lagerkapazitäten, Zulieferern oder auch Zollbestimmungen befassen. Ebenfalls nicht zu verachten ist auch in diesem Bereich die Konkurrenz. Diese wächst täglich und sorgt dafür, dass die Preise für Drucker, Filamente oder Zubehör spürbar gedrückt werden.

3D-Scan-Service anbieten

Anbieten und spezialisieren kannst du dich im Bereich des 3D-Drucks auch auf das Scannen von Objekten. In diesem Fall werden also reale Objekte digitalisiert. Ein Service, der für viele Unternehmen und Industrien von Bedeutung sein kann. Genau deshalb ist die Auswahl an Unternehmen in diesem Bereich mittlerweile jedoch sehr groß. Der Konkurrenzkampf tobt und so musst du hier etwas finden, das dich von der Konkurrenz deutlich abhebt. Da alle ungefähr die gleichen Dienste zur Verfügung stellen, wird das nicht so ganz einfach.

Ebenfalls nicht unterschätzen solltest du, nicht zuletzt aufgrund des Konkurrenzkampfes, die Anforderungen an Werbung und Marketing. Kunden müssen dich zuverlässig finden können und gleichzeitig erst einmal auf dein Unternehmen aufmerksam werden. Die Alternative dazu: „Klinken putzen“ und von dir aus auf die Suche nach Kunden gehen.

Technischer 3D-Drucker-Support

Die meisten 3D-Drucker zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus. Wie bei jedem anderen technischen Gerät, bleiben aber Probleme nicht aus. Hierfür kannst du mit einem technischen 3D-Drucker-Support eine geeignete Anlaufstelle bilden. In diesem Fall berätst du also Besitzer von 3D-Druckern dabei, wenn diese Probleme mit ihren Geräten haben.

In Frage kommt der Service allerdings nicht für alle Besitzer, sondern richtet sich vorrangig wohl an die Inhaber von teureren Geräten. Immerhin wird ein Inhaber eines Druckers im Wert von 100 Euro nicht den gleichen Wert noch einmal in die Reparatur investieren wollen. Hinzu kommen können dann auch noch mögliche Anfahrtskosten. Der Kundenkreis könnte hier also erst einmal sehr klein ausfallen.

3D-Drucker vermieten

Nicht jeder Mensch benötigt seinen 3D-Drucker dauerhaft. Oftmals nutzen zum Beispiel Studenten diesen einmalig für eine Kreation zu einer passenden Arbeit oder Unternehmen greifen auf den Dienst im Zuge einer bevorstehenden Messe zurück. In diesem Fall kannst du möglicherweise mit der Vermietung von 3D-Druckern gute Geschäfte machen. Die Kunden leihen die Geräte also nur für einen kurzen Zeitraum, du erhältst dafür eine jeweilige Leihgebühr. Kombinieren kannst du diesen Service natürlich auch wunderbar mit einem eigenen 3D-Druck-Shop oder einem 3D-Druck-Service.

Beachten musst du bei der Vermietung einige Vorgaben und Anforderungen. Zum einen sind rechtliche Bestimmungen zu berücksichtigen, darunter auch die Versicherung der Geräte. Ebenso musst du dich mit Dingen wie dem Versand oder der Abholung und möglichen Lagerplätzen befassen. Nicht zu vergessen: Die Anschaffungskosten. Da du möglicherweise eine Vielzahl von Geräten anschaffen musst, können diese Kosten schnell in die Höhe gehen.

Content-Creator werden

Mit weitreichenden Kenntnissen im 3D-Druck kannst du auch als Content-Creator tätig werden. In vielen Fällen ist das zum Beispiel erst einmal neben dem Beruf möglich. So kannst du dir in aller Ruhe, und mit viel Geduld, ein zweites Standbein aufbauen. Und dich irgendwann sogar vielleicht ganz unabhängig von weiteren Anstellungen machen. Als Content-Creator hast du im Internet zahlreiche unterschiedliche Optionen, die du auch wunderbar miteinander kombinieren kannst. So kannst du beispielsweise einen eigenen Blog betreiben und hier über den 3D-Druck informieren. Aufwerten kannst du diesen mit einem eigenen Youtube-Kanal oder Profilen in den sozialen Medien.

In Frage kommen dann unterschiedliche Vermarktungsmöglichkeiten. Zum einen kannst du auf Plattformen wie Youtube Einnahmen durch Werbung generieren. Hierfür benötigst du allerdings eine Menge Abonnenten und vor allem viele Menschen, die deine Videos ansehen. Spannende und immer wieder neue Inhalte sind also entscheidend für deinen Erfolg. Darüber hinaus kannst du deine Reichweite aber zum Beispiel auch für Testberichte oder Ähnliches nutzen und so an Verkäufen von Produkten beteiligt werden. Eine weitere Möglichkeit sind zudem Online-Kurse über spezielle Kurs-Plattformen wie Udemy. Die Konkurrenz wächst natürlich auch hier stetig. Gerade in den Nischen-Bereichen dürfte hier aber noch eine Menge Potenzial vorhanden sein.

Angestellt im 3D-Druck-Bereich

Warum immer kompliziert denken, wenn es auch so einfach gehen kann? Natürlich musst du dich nicht selbständig im 3D-Druck machen, sondern kannst dich auch einfach bei einem Unternehmen dieser Branche bewerben. Als Angestellter hast du den Vorteil, dass die verschiedenen Zusatzaufgaben und Verantwortungen der Selbständigkeit entfallen. Fokussieren kannst du dich also voll und ganz auf deine Skills im 3D-Druck. Ebenfalls nicht zu verachten: Du kannst jeden Monat mit einem festen Gehalt planen. Der Nachteil allerdings ist, dass du nicht mehr so selbstbestimmt arbeiten kannst und auch dein Alltag deutlich klarer vorgegeben wird.

Investieren in 3D-Druck-Aktien

Eine weitere Möglichkeit, um mit dem 3D-Druck zumindest indirekt Geld verdienen zu können, sind die 3D-Druck-Aktien. Online ist der Einstieg in die Handelsmärkte heutzutage leicht über verschiedene Broker und Banken möglich. Mit Unternehmen wie 3D Systems Corp, der SLM Solutions AG oder der Stratasys Ltd. gibt es in diesem Bereich bereits einige prominente Konzerne. Ebenfalls investieren kannst du aber zum Beispiel auch in Unternehmen wie Cellink AB, Hewlett Packard oder die Proto Labs Inc.

Fazit: Geld verdienen mit dem 3D-Druck möglich

Keine Frage: Geld verdienen ist mit dem 3D-Druck noch immer möglich. Du hast sogar unterschiedliche Optionen zur Hand, die jedoch allesamt ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Die Ausgangslage auf dem Markt hat sich im Vergleich zur Zeit vor wenigen Jahren spürbar verändert. Die Konkurrenz ist größer geworden und nahezu in allen Bereichen des 3D-Drucks bereits etabliert. Dennoch gibt es weiterhin Möglichkeiten und Chancen. Wichtig ist, dass du mit Leidenschaft deiner Tätigkeit nachgehst und dich stetig weiterentwickelst. Bringst du dann noch den notwendigen Ehrgeiz, die Ausdauer und die Geduld mit, stehen die Chancen auf ein Einkommen nicht schlecht.

Häufig gestellte Fragen: 3D-Druck als (Neben-) Job

In diesem FAQ findest du Antworten auf brennende Fragen:

Aller Anfang ist schwer. So auch beim Generieren von Druckaufträgen, wenn du noch neu im Geschäft bist. In der Regel empfiehlt es sich, erst einmal im eigenen Umfeld bei den Freunden oder der Familie „Werbung“ zu machen. Anschließend kannst du diese Tätigkeiten ausweiten und zum Beispiel im Internet Werbung schalten, in Zeitungen Annoncen aufgeben oder klassisch auf die Suche nach geeigneten Kunden gehen.

Grundsätzlich kann jeder mit dem 3D-Druck Geld verdienen, der sich in diesem Bereich gut auskennt. Unterschiedliche Möglichkeiten stehen dir dann zur Hand, wobei eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte keinesfalls vorprogrammiert ist. Du musst dich im unternehmerischen Alltag immer wieder neu beweisen, neue Grenzen ausloten und mit kreativen Einfällen für Aufsehen sorgen.

Über das Internet ist der Verkauf deiner 3D-Modelle problemlos in die ganze Welt möglich. Allerdings musst du dich in diesem Fall möglicherweise mit Zollvorschriften, Urheberrechtsbestimmungen oder Ähnlichem befassen. Auch der Versand der Produkte spielt bei Zustellungen rund um den Globus natürlich eine übergeordnete Rolle.

Deine 3D-Druck-Modelle solltest du immer mit einem Copyright versehen und so deutlich machen, dass die Urheberrechte bei dir liegen. Sollte dann jemand deine Idee stehlen, kannst du dagegen rechtlich vorgehen. Beachten musst du aber, dass auch das Urheberrecht sehr feinfühlig entwickelt wurde. Bereits kleinere Änderungen an den Modellen können möglicherweise dazu führen, dass diese von der Konkurrenz ganz legal vertrieben werden dürfen.