Bestes Metall-Filament 2024
Metallfilament zu drucken ist gar nicht mal so schwierig. Eigentlich. Wichtig ist, dass du einige wenige Dinge dabei beachtest und dich schonmal mit dem Wechseln der Nozzle bei deinem 3d-Drucker beschäftigst.
Das Wichtigste in Kürze
- Metallfilamente gibt es bereits seit mehreren Jahren.
- Meist basieren diese Filamente auf PLA und beinhalten Metallzusätze, beispielsweise in Pulverform
- Das stark abrasive Material nutzt die Düse des 3D-Druckers schnell ab. Dadurch ist der Einsatz von gehärteten Düsen nötig.
- Der Markt an Metallfilamenten ist im Vergleich zu anderen Materialien überschaubar.
Bestes Metallfilament
Diese Topliste stellt eine Momentaufnahme dar und wird sich natürlich im Laufe der Zeit weiterentwickeln:
Platz | Hersteller | Name | Metallzusatz | Drucktemperatur | Heizbett-Temp. | Zum Shop* |
---|---|---|---|---|---|---|
1 | Formfutura | Classic Copper | Kupfer | 190 – 220 °C | 0 – 60 °C | Klick |
2 | colorFabb | Copperfill | Kupfer | 195 – 220 °C | 50 – 60 °C | Klick |
3 | Formfutura | Ancient Bronze | Bronze | 190 – 220 °C | 0 – 60 °C | Klick |
4 | colorFabb | Steelfill | Stahl | 195 – 220 °C | 50 – 60 °C | Klick |
5 | colorFabb | Bronzefill | Bronze | 195 – 220 °C | 50 – 60 °C | Klick |
Hinweis:
Hier geht es um echtes Metallfilament. Das müssen wir vom sogenannten Metallic-Filament trennen, bei denen entsprechende Farben ein Effekt erzielt wird, der Metall imitiert. Sieht tatsächlich auch gut aus, aber ist hier nicht Thema.
Auswahlkriterien für Metall-Filament
Worauf ist eigentlich zu achten, wenn man jetzt Lust auf Metallfilament hat und sich gerne einen Pikachu aus Stahl drucken möchte? Darauf gehe ich jetzt ein:
Hoher Metallanteil
Metallfilament ist eben Metallfilament, weil da auch tatsächlich Metall drin ist. Je nach Hersteller ist der Metallanteil mal höher und mal niedriger. Wichtig ist erstmal nur, dass es sich tatsächlich um Metallfilament handelt, denn aktuell werden gerne mal Metallic-Filamente mit metallischem Aussehen auch als Metall-Filament betitelt. Leider erschwert dies teilweise auch die Suche nach neuem Material in dieser Kategorie.
Ein Anteil von 100 % ist unmöglich, weil wir sonst Metallfäden drucken würden oder eben Pulver schmelzen müssten. Ein Metallanteil von 70% oder gar 80% wie bei Formfutura sollten es schon sein. Denn dann sind auch einige der weiteren Kriterien überhaupt erst erfüllt oder relevant.
Mechanische Eigenschaften
Natürlich kannst du Metallfilamente auch für Dekoartikel oder Büsten nutzen, um sie dann entsprechend zu bearbeiten. Oder du nutzt die durch die Metallpartikel mitgebrachten Eigenschaften auch für funktionale Bauteile, die sonst mit anderen Filamenten eher brechen würden. Du könntest etwa benötigte Schrauben als Ersatzteil drucken.
Einfache Druckbarkeit
Metallhaltige Filamente erfordern andere Einstellungen als normale Filamente wie PLA oder PETG. Da sie in erster Linie aus PLA bestehen, sind die Druckeinstellungen zumindest im Bereich der Temperaturen ähnlich. Bei steelFill muss man jedoch darauf achten, dass die Kühlung nicht zu stark ist, weil Stahl eben die Hitze schnell ableitet. Durch eine zusätzliche Kühlung würde man den Druckvorgang eher in Gefahr bringen. Hast du die Tipps der Hersteller für ihre eigenen Produkte im Sinn, dann sollte es auch für dich möglich sein, einen erfolgreichen Druck mit Metallfilament zu erreichen.
Mögliche Nachbearbeitung
Ist der Metallanteil hoch, dann kommt das Material dem darin verwendeten Pulver im Hinblick auf die Oberflächenbeschaffenheit sehr nah. Das bedeutet, dass du durch Schleifen und Polieren dein Druckobjekt so bearbeiten kannst, dass es kaum als Ergebnis eines 3D-Drucks auffällt.
Möchtest du die natürliche Kupfer-Patina erreichen, um den Alterungsprozess zu beschleunigen, dann eignet sich hierfür eine Mischung aus Soda und Ammoniak. Zusammenmischen und das Druckobjekt damit behandeln. So wirst du in kurzer Zeit die gewünschte türkise Farbe erreichen.
Haptik
Die Haptik kann wichtig sein, wenn du etwas druckst, was du anderen Menschen in die Hand drücken möchtest, um in der Produktentwicklung den Mitarbeitern zu zeigen, wie sich das finale Produkt anfühlen könnte. Aus diesem Grund kannst du auch kein Filament nutzen, was nur glänzt, aber eben komplett aus PLA besteht.