3D Druck Verfahren – Die Übersicht der bekanntesten Verfahren

In diesem Beitrag werden alle derzeit eingesetzten 3D Druck Verfahren vorgestellt. Dabei gehe ich kurz auf die Funktionsweise ein und zeige dir anhand von Videos, wie jedes Verfahren funktioniert. Zu manchen von ihnen habe ich auch detailliertere Informationen ausgearbeitet. Die Links dazu findest du am Ende jedes Abschnitts zum jeweiligen Verfahren.

Die hier vorgestellten 3D Druckverfahren sind:

3D Druckverfahren
Die bekanntesten 3D Druck Verfahren in der Übersicht von threedom

Fused Deposition Modeling (FDM)

Das Fused Deposition Modeling (FDM) ist wohl das bekannteste Verfahren des 3D Drucks, denn in allen Medien werden häufig 3D Drucker nach dem FDM Verfahren gezeigt, wenn es um das Thema geht. Verständlicherweise, weil die Einstiegshürde durch die relativ geringen Kosten für einen 3D Drucker oder einen 3D Drucker Bausatz niedrig ist. Dadurch sehen wir sie immer mehr auf Messen, kleinen Veranstaltungen, bei Freunden und Familie.

Bei diesem 3D Druckverfahren wird ein Kunststoffdraht, eher bekannt als Filament, im Hotend des FDM-Druckers geschmolzen und schichtweise auf das Druckbett (in erhitzter Form auch Heizbett genannt) aufgetragen.

Stereolithographie (SLA)

Die Stereolithographie (SLA) nutzt einen Flüssigharz (auch Resin genannt) als Ausgangsmaterial. Das Harz wird bei der SLA Technologie mit einem Laser punktgenau beleuchtet und erhärtet.

Digital Light Processing (DLP)

Auch bei dem 3D Druckverfahren Digital Light Processing (DLP) wird Flüssigharz als Ausgangsmaterial eingesetzt, wobei der Unterschied zum SLA Verfahren hierbei die lichtgebende Quelle ist. Beim DLP Verfahren dient ein Projektor oder ein LCD Display als Lichtquelle. Schichtweise härtet das Licht an der gewünschten Stelle das Material aus.

Selektives Laserschmelzen (SLM)

Metallpulver ist das Ausgangsmaterial des 3D Druckverfahrens mit dem Namen Selektives Laserschmelzen (SLM). Dieses Material wird in den Druckraum verbracht und dort mit einem Laser erhitzt und geschmolzen. Jede neue Schicht wird so mit der darunter liegenden verschmolzen und das 3D Objekt entsteht so schrittweise.

Selektives Lasersintern (SLS)

Zwischen dem Selektiven Lasersintern (SLS) und dem Laserschmelzen (SLM) sind keine allzu großen Unterschiede vorhanden. Im Gegensatz zum SLM-Verfahren wird bei dieser 3D Drucktechnik eine Hitzequelle eingesetzt, die den Innenraum des Druckers inklusive Material und Bauraum erhitzt. Anschließend schmilzt der Laser Kunststoffpulver schichtweise und macht so aus dem vormals digitalen 3D Modell ein echtes 3D Objekt.

Binder Jetting

Das Binder Jetting nutzt ein pulverförmiges Ausgangsmaterial. Dieses wird mit einem Klebstoff – auch als Binder bekannt – bespritzt, wodurch es an dieser Stelle aushärtet.

Material Jetting

Beim Material Jetting dienen Photopolymere als Ausgangsmaterial. Das Material wird erhitzt und in den Druckkopf geleitet. Der Druckkopf arbeitet dabei in ähnlicher Weise wie unsere Tintenstrahldrucker Zuhause oder im Büro. Das erwärmte Ausgangsmaterial wird in feine Tröpfchen zerstäubt und schichtweise auf das Druckbett bzw. die vorherige Schicht aufgetragen.

Elektronenstrahlschmelzen (EBM)

Das Elektronenstrahlschmelzen (EBM) erfordert leitfähiges Material in Pulverform als Ausgangsmaterial. Dieses Metallpulver wird mit einem Hochenergiestrahl aus Elektronen beschossen und geschmolzen. Jede vorherige Schicht schmilzt mit der neuen zusammen und erzeugt auf diese Art den gewünschten festen Körper.

 

Vor dem Kauf eines 3D Druckers sollten die Vor- und Nachteile des jeweiligen 3D Druck Verfahrens, aber auch des einzelnen Druckers berücksichtigt werden. Beim Klick auf die Links in den Verfahren werden diese näher erläutert. Informationen zu einzelnen 3D Druckern und Bausätzen sind auf folgenden Seiten zu finden: