In diesem Beitrag stelle ich dir das Verfahren „Laminated Object Manufacturing“ genauer vor. Dabei gehe ich auf den Prozess, die einsetzbaren Materialien sowie die Vor- und Nachteile ein.
Wie funktioniert das Laminated Object Manufacturing?
Das Laminated Object Manufacturing ist ein Prozess des Rapid Prototyping und nutzt als Ausgangsmaterial Schichten von Materialien, die sich schneiden und kleben lassen. Dazu gehören neben Kopierpapier auch Schichten von Metallen oder Kunststoff (dazu weiter unten mehr).
Das sind die groben Schritte beim LOM-Verfahren:
- Das Ausgangsmaterial wird in den Druckraum gelegt und fixiert.
- Ein Laser oder Messer schneidet die erste Schicht n des Druckobjekts ein.
- Das überschüssige Material wird entfernt.
- Die nächste Schicht n+1 wird auf die erste Schicht gelegt und fixiert.
- Nun wird die Schicht n+1 aus dem Material geschnitten und mithilfe eines Klebstoffs mit der ersten Schicht verklebt. Je nach Maschine wird auch erst verklebt und dann geschnitten.
- Dieser Prozess wird wiederholt, bis das gewünschte Objekt entstanden ist.
Einige 3D-Drucker von Mcor Technologies, etwa der IRIS, konnten das Papier mit Tinte farbig bedrucken, auch an den Seitenwänden des Modells. So entstanden Modelle in Vollfarbe. Mcor stand Ende 2019 unter Zwangsverwaltung. Ein solches Gerät haben wir im Handel nicht mehr gefunden (Stand Oktober 2026). Die Schichthöhe des Verfahren entspricht der Schichtdicke des verwendeten Ausgangsmaterials.
Materialien für das LOM-Verfahren
LOM kann verschiedene Materialien verarbeiten, etwa Papier, Kunststoff oder Metallfolie.
Papier
Gewöhnliches Kopierpapier aus dem Schreibwarenladen um die Ecke war das Rohmaterial der Papierdrucker von Mcor Technologies, laut Hersteller Büropapier A4 mit 80 g/m². Das günstige Material war einer der Hauptvorteile dieser Drucker. Ein weiterer war der Farbdruck des IRIS. Das ermöglichte laut Mcor die günstige Herstellung von Modellen in voller Farbe.
MCOR aus Irland war bereits 2013 mit ersten Prototypen zu sehen und hat beispielsweise 2016 das folgende Gerät gezeigt:
Ich war lange hinter dem Drucker her und wollte diesen unbedingt mal sehen. Es gab zwischendurch Gerüchte, dass MCOR einen Drucker für ca. 8.000 € herstellen möchte, um die Desktopwelt zu stürmen. Leider wurde aus dieser Idee wohl nichts.
Schade. Das wäre sicherlich der erste Schritt gewesen, um daraus ein Open Source Projekt zu starten.
Metall, Kunststoffe & Verbundstoffe
Neben Papier können mit dem Prinzip auch Metalle und Kunststoffe verarbeitet werden. Natürlich sind hier keine allzu dicken Schichten möglich, da das Schneidwerkzeug wie der Laser nur bis zu einer bestimmten Dicke tadellos arbeitet. Je stärker ein Laser wird, um höher sind auch die Kosten für die Instandhaltung, für den Laser selbst und auch die Sicherheitstechnik, die den Laser umhüllt.
Aktuell wird auch an Lösungen gearbeitet, die Verbundstoffe als Schichtmaterial verwenden, um hier die gewünschten Materialeigenschaften zu erreichen.
Die Vor- und Nachteile von LOM
Das Laminated Object Manufacturing hat wie jedes Verfahren auch nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile:
LOM-Verfahren: Vorteile
Nachteile des Laminated Object Manufacturig
Weitere Verfahren:





