Werkzeuge und Zubehör für den 3D-Druck im Überblick

Technische Geräte wie 3D-Drucker sind nicht frei von Fehlern und Komplikationen. Deshalb ist es ratsam immer eine gewisse Auswahl an Werkzeugen und Zubehör für den eigenen Drucker im Haus zu haben. Wir haben im Folgenden das wichtigste Werkzeug und Zubehör aufgeführt und stellen dir dieses übersichtlich vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob kleinerer Zwischenfall oder größere Probleme: Werkzeuge und Zubehör sind für 3D-Druck-Fans unerlässlich
  • In vielen Fällen können unkonventionell verschiedene Haushaltsgegenstände als Unterstützung genutzt werden
  • Der Fachhandel bietet für 3D-Druck-Fans reihenweise passende Werkzeuge und Zubehör.

Zubehör und Werkzeug für 3D-Druck Enthusiasten

Zubehör und Werkzeuge für deinen 3D-Drucker bekommst du in unzähligen Varianten und Variationen. Wir haben im Folgenden für dich die wichtigsten Zubehörteile und Werkzeuge aufgeführt. Nicht alles davon ist zwingend Pflicht. Viele Teile können dir den Alltag mit deinem Drucker aber enorm erleichtern. Und das eine oder andere davon hast du möglicherweise sogar bereits im Haushalt.

3D Stift

Ein 3D Stift ist ein cooles Gadget für Freunde des 3D-Drucks. Die Stifte sind mit Filament gefüllt und ermöglichen dir das Erschaffen von dreidimensionalen Projekten. Wie bei einem klassischen 3D-Drucker kannst du auch hier auf unterschiedliche Filamentfarben und Varianten zurückgreifen. Einige Stifte setzen klassisch auf ABS oder PLA, modernere Stifte wiederum auf Nylon oder Polycarbonat.

Abisolier Zange

Quasi unverzichtbar ist beim 3D-Druck und im gesamten Elektronikbereich der Einsatz einer Abisolier Zange. Mit dieser kannst du zum Beispiel die Kabel von Lüftern ohne Probleme auf die passende Länge abisolieren oder diese auch für dickere Stromkabel verwenden. Die Verwendung ist kinderleicht: Kabel einlegen, Länge anpassen und fest zudrücken.

Acetone

Aceton ist eine giftige und gleichzeitig leicht entzündliche Flüssigkeit. Das farblose Mittel ist beim 3D-Druck aber vielseitig einsetzbar und kommt zum Beispiel als Lösungsmittel zum Einsatz. Nutzen kannst du Aceton, um matten Objekten Glanz zu verleihen. Hierfür kannst du sowohl auf ein sogenanntes Aceton-Bad als auch auf die Bearbeitung mit Aceton-Dampf zurückgreifen.

Aufbewahrungsboxen

Aufbewahrungsboxen sind in gleich mehrfacher Hinsicht nützlich. Zum einen kannst du diese verwenden, um deine Druckmuster sicher und geschützt zu verwahren. Zum anderen kannst du die Aufbewahrungsboxen verwenden, um dein Filament vor Feuchtigkeit oder anderen äußeren Einflüssen zu bewahren.

Crimpzangen

Ähnlich wie eine Abisolier Zange, ist auch die Crimpzange ein nützliches Werkzeug für alle Besitzer von 3D-Druckern. Mit Hilfe dieser Zange kannst du Kabel einfach schneiden, Drähte abisolieren oder isolierte und nicht isolierte Steckverbindungen crimpen.

Feinmechaniker Feilen

Um deinen Modellen wortwörtlich den letzten Feinschliff zu verpassen, solltest du auf Feinmechaniker Feilen zurückgreifen. Mit diesen kannst du etwa letzte Verschönerungen vornehmen oder feine Konturen an deinen Modellen anbringen. Im besten Fall greifst du auf ein Feilen-Set zurück, welches unterschiedliche Feilen beinhaltet. Mit dabei sein sollten zum Beispiel eine Rundfeile, Kreufeile, Spangenfeile, Dreikantfeile, Halbrundfeile, Schüsselfeile und eine konisch zulaufende Flachfeile.

Gewebeband

Gewebeband ist gewissermaßen ein echter Allrounder und kann im Elektronikbereich vielseitig eingesetzt werden. Das Tape wird auch als Duct Tape oder Panzerband bezeichnet und ist für seinen enorm festen Halt bekannt. Geeignet ist dieses zum Beispiel zum Abdichten, isolieren oder für die schnelle Reparatur.

Grobe Feilen

Grobe Feilen werden ebenfalls zum Bearbeiten der Druckerzeugnisse verwendet. Im besten Fall kannst du mit den groben Feilen aber auch feine Modelle bearbeiten und ersparst dir so möglicherweise das Entgraten. Auch hier empfiehlt es sich, auf ein Set bestehend aus mehreren Feilen unterschiedlicher Art zurückzugreifen.

Handentgrater

Bei einem Handentgrater handelt es sich um ein sehr praktisches und gleichzeitig einfach zu nutzendes Werkzeug im 3D-Druck. Geeignet ist dieses vor allem für die Entfernung von Filamentresten wie Brim. Aber auch für das Entgraten von Rundungen. Genutzt wird ein solcher Entgrater also im Anschluss an den eigentlichen Druckvorgang und für die finale Bearbeitung der gedruckten Objekte. Wer viel Wert auf ein feines Finish legt, kommt um einen Handentgrater fast nicht herum.

Innensechskantschlüssel

Vermutlich gibt es nur wenige 3D-Drucker-Besitzer, die keinen Innensechskantschlüssel im Haushalt haben. Gehörst du nicht dazu, solltest du dir schleunigst einen besorgen. Dieser Schraubenschlüssel passt in den sechseckigen Kopf der dazugehörigen Schrauben. Damit auch gleichzeitig in eine der wichtigsten Schrauben im 3D-Druck. Verbaut ist diese in zahlreichen Modellen. Möchtest du dir das Leben nicht unnötig schwer machen, ist die Anschaffung eines Innensechskantschlüssels also Pflicht.

Isopropanol

Beim Isopropanol handelt es sich um reinen Alkohol. Obwohl dieser bekanntlich keine Lösung ist, stellt Isopropanol tatsächlich ein Lösungsmittel dar. Genutzt werden kann dieses zum Beispiel für die Reinigung von Flächen oder für die Entfernung von Harzen und Fetten. Verwendest du einen Resin-Drucker, werden deine Erzeugnisse nach dem Druckvorgang so mit Isopropanol gereinigt.

Kaptontape

Kaptontape bzw. Polyimid Klebeband soll vor allem die Haftung am Druckbett verbessern. Hierfür wird das Klebeband direkt auf das Druckbett aufgebracht und sorgt so für eine bessere Haftung der Ausdrucke. Im 3D-Druck ist das Kaptontape bereits seit vielen Jahren altbewährt und wird von zahlreichen 3D-Druck-Fans verwendet.

Katzenstreu

Katzenstreu ist in der 3D-Community gewissermaßen bereits ein altbekanntes Mittel. Genutzt wird dieses vor allem für die Aufbewahrung von Filamenten. In einer Box mit Katzenstreu sorgt diese dafür, dass die Feuchtigkeit nicht im Filament handelt. Vielfach wird das Katzenstreu auch zunächst in eine Socke gefüllt und diese dann in der Filamentbox angebracht.

Klaviersaite zum Säubern der Düsen

Druckdüsen müssen bei den 3D-Druckern früher oder später gesäubert werden. Die feinen Düsen sind oftmals enorm schmal. Optimal geeignet für die Reinigung sind deshalb zum Beispiel Klaviersaiten. Diese können problemlos in die Öffnungen geschoben werden und dienen dazu, diese wieder für neue Aufgaben frei zu räumen. Geeignet sind die Klaviersaiten vor allem für die Reinigung von leichten Verstopfungen. Und damit eine gute Alternative zu den speziellen Reinigungsfilamenten.

Lötgerät

Um mehrere gedruckte Objekte nach dem Druck miteinander zu verbinden, kann ein Lötgerät die passende Lösung sein. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Materialien mit diesen Geräten problemlos verbunden werden können. Für die Verbindung von PLA und PETG etwa eignet sich zum Beispiel das Rotationsschweißen mit einem Dremel deutlich besser.

Masken

Um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, ist es bei der Verwendung von zum Beispiel Resin-Druckern ratsam, eine Atemschutzmaske zu tragen. Solche können sowohl für den einmaligen Gebrauch als auch für den mehrfachen Gebrauch mit einem wechselbaren Filter erworben werden. Für Neulinge reichen in der Regel die Einmalmasken vollkommen aus. Wer jedoch intensiv und viel druckt, kann mit einer mehrfach verwendbaren Maske und einem austauschbaren Filter bares Geld sparen.

Nadeln – Sehr dünne für die Düsenspitze

Mit Hilfe von Nadeln können die Düsen der 3D-Drucker optimal von Schmutz und Verstopfungen befreit werden. Für die Düsenspitze empfehlen sich dabei sehr dünne Nadeln, mit denen eine sanfte und gleichzeitig effektive Reinigung möglich ist. In vielen Fällen sind die Nadeln als Set erhältlich und können für Düsen mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden. Angenehmer Nebeneffekt: In den meisten Fällen eignen sich die Nadeln auch für die Wartung des Kühlkörpers.

Öl

Öl kommt im 3D Druck vor allem für die Schmierung der XY-Achsen zum Einsatz. In vielen Fällen ist für die Z-Achse bereits ein Öl vorhanden, welches beim Kauf des Druckers mit erworben wird. Dieses wird normalerweise in regelmäßigen Abständen aufgebracht und gewährleistet so einen geschmeidigen Laut. Wichtig ist darauf zu achten, welches Öl zum Einsatz kommt. Viele Druck-Fans nutzen Bettbahnöle, die jedoch eine gewisse Haftwirkung entfalten. Im 3D-Druck ist das nicht unbedingt notwendig. Als Alternative dazu können auch harzfreies Nähmaschinenöl oder Feinmechaniker-Öl aus dem Baumarkt verwendet werden.

Pinzetten

Die Pinzette ist zwar ein vergleichsweise kleines Werkzeug, bringt jedoch einen großen Nutzen mit. In vielen Fällen sind die Pinzetten geboten und können so optimal für die Reinigung und Pflege der Düsen genutzt werden. Ebenso ist es möglich, mit diesen das 3D Druckerbett zu reinigen oder überschüssiges Stützmaterial zu entfernen.

Raspberry Pi

Raspberry Pi wird für den 3D-Druck oftmals mit dem Angebot von OctoPrint kombiniert. Durch diese Kombination ist es möglich, die Druckeinstellungen des eigenen Geräts deutlich flexibler zu verwalten. Ebenso ist es möglich, Druckvorgänge gezielt zu überwachen. Das Ergebnis ist eine insgesamt höhere Druckqualität, die gleichzeitig durch eine vergleichsweise einfache Installation ermöglicht wird.

Schaber

Möglicherweise kennst du das Problem bereits selbst: Druckobjekte können zum Teil so fest auf der Druckplatte sitzen, dass es nur schwer möglich scheint, diese ohne Beschädigung zu entfernen. Genau für diese Zwecke kommen die Schaber oder Spachtel zum Einsatz. Mit diesen dünnen Geräten kannst du dein Druckobjekt vorsichtig von der Druckplatte trennen und so beides unbeschadet erhalten.

Schmierfett

Die Bedeutung des Schmierfetts wirst du kennenlernen, wenn dein 3D Drucker das erste Mal störende und laute Geräusche macht. Diese kommen aus den Kugellagern, die förmlich nach einer neuen Schmierung schreien. Hierfür kommt das Schmierfett zum Einsatz, wobei du vor allem auf ein Fett mit einer hohen Viskosität zurückgreifen solltest.

Schraubendreher-Set

Ein Schraubendreher-Set mit verschiedenen Größen und Köpfen sollte ebenfalls in deinem Haushalt zu finden sein. Mit diesen kannst du zum Beispiel die Nozzle wechseln oder unterschiedliche Schrauben lösen oder festziehen. Ein Werkzeug, welches nicht fehlen darf.

Schutzbrille

Eine Schutzbrille ist vor allem dann unverzichtbar, wenn du einen Resin-Drucker verwendest. Druckerzeugnisse werden hier erst einmal mit Isopropanol gereinigt. Nicht selten kommt dabei eine Sprühflasche zum Einsatz, da Lappen und Tücher meist nicht für die Reinigung in den Ecken geeignet sind. Beim Einsatz der Sprühflasche ist jedoch Vorsicht geboten. Bereits geringe Mengen Isopropanol im Auge können schädigend sein. Eine Schutzbrille ist deshalb im Sinne der Sicherheit unerlässlich.

Sechskantsteckschlüssel

Mit einem Sechskantsteckschlüssel bist du für alle kleineren und größeren Anfälligkeiten deines Druckers gut gewappnet. Zwar sind derartige Schlüssel bei vielen Geräten direkt mit dabei. Nicht immer handelt es sich dabei jedoch um besonders solide und haltbare Ausführungen. Der genutzte Stoff sollte hart genug sein, damit er beim Einsatz nicht verbiegt.

Seitenschneider

Bei einem Seitenschneider handelt es sich ebenfalls um ein sehr vielseitiges Werkzeug im 3D Druck. Genutzt wird dieses zum Beispiel dafür, um das Filament zu teilen. Darüber hinaus kommen die Seitenschneider aber zum Beispiel auch für die Entfernung des Stützmaterials zum Einsatz. Hilfreich sind diese insbesondere dann, wenn sich das Stützmaterial nah am jeweiligen Werkstück befindet.

Skalpell

Ein Skalpell kannst du nutzen, um Stützstrukturen oder Brim von deinen Bauteilen zu entfernen. Geeignet sind die Skalpelle also auch für das Entgraten der Bauteile, wobei du bestenfalls auf unterschiedliche Klingen und Schneidengeometrien zurückgreifen können solltest. Vielfach lohnt sich deshalb die Anschaffung eines Skalpell-Sets. Achten solltest du zudem darauf, dass ein Schleifstein für das Nachschärfen der einzelnen Klingen vorhanden ist. In der Regel kommst du dank der unterschiedlich geformten Klingen der Skalpelle mühelos in alle Ecken deines Bauteils.

Teppichmesser / Cuttermesser

Die Teppichmesser bzw. Cuttermesser sind gewissermaßen die Alternative zu einem Spachtel. Auch mit diesen entfernst du also beispielsweise den Brim vom Druckstück, kleine Grate von deinem Bauteil oder das Druckteil vom Druckbett. Allerdings ist gerade Neulingen eher der Griff zum Spachtel zu empfehlen. Die scharfen Cuttermesser können im schlechtesten Fall das Druckbett zerkratzen. Dennoch schadet es nicht, ein Cuttermesser mit bestenfalls verschiedenen Aufsätzen für das Entgraten vorrätig zu haben.

Webcam

Viele Druckfans schätzen es besonders, ihren Geräten bei der Arbeit zuzusehen. Allerdings ist das nicht immer möglich. Viele Drucke nehmen eine lange Zeit in Anspruch. Nur in Ausnahmefällen ist es dann möglich, den gesamten Druckprozess live zu verfolgen. Abhilfe schafft in diesem Fall eine Webcam. Mit dieser kannst du deinen gesamten Druckprozess auch unterwegs verfolgen. Das Schöne: Es muss nicht immer ein Highend-Gerät sein. Gerade für den Hobby- und Gelegenheitsdrucker sind viele einfache Geräte ausreichend.

Wifi Steckdose

Eine Wifi Steckdose kann eine clevere Hilfe dabei sein, um die Druckprozesse besser überwachen zu können. So ermöglichen diese nach einer Verbindung eine leichte Kontrolle mittels WLAN oder sogar Mobilgerät. Ferner führen die Steckdosen dazu, dass der Drucker zum Beispiel bei der Überhitzung von Druckbett und Düse selbständig seine Stromzufuhr unterbrechen kann. Mit den intelligenten Geräten ist zudem die Sprachsteuerung über Alexa oder ähnliche Dienste möglich. Über diese können zum Teil auch Status-Updates rund um den Druck empfangen werden. Nice to have – aber natürlich keine Voraussetzung für die Erzeugung von 3D Drucken.

Zangen

Eine Zange in unterschiedlichen Größen sollte normalerweise in jedem Haushalt zu finden sein. Insbesondere dann, wenn du einen 3D Drucker verwendest. Die Zangen können dir enorm dabei helfen, schwer erreichbare Muttern in den Ecken der Geräte festzuhalten oder zu fixieren. Darüber hinaus eignen sich die Zangen zum Beispiel für das Entfernen des Stützmaterials oder dazu, dieses erst einmal „zu fassen“ zu bekommen. Je nach benötigter Reichweite ist es dabei ratsam, auf eine Zange mit langen oder kurzen Zinken zurückzugreifen.