Die besten Dual-Extruder 3D Drucker: Mehrfarbig 3D drucken

Zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026
Von: Sercan Kahraman

Die Dual-Extruder 3D Drucker begeistern viele Nutzer. Kein Wunder: Die Geräte bringen einige Vorteile mit sich und ermöglichen etwa das einfache Kombinieren von verschiedenen Druckmaterialien. Allerdings steigt durch die Dual Extrusion in den meisten Fällen auch die Komplexität eines Druckers und seinen Einstellungen. Wir zeigen dir deshalb im Folgenden die besten Dual-Extruder 3D Drucker und verraten dir, worauf du beim Kauf unbedingt achten musst.

  • Bei Dual-Extruder 3D Druckern handelt es sich um Geräte, die mit zwei oder mehr Extrudern ausgestattet sind
  • Unterschiede wird dabei zwischen unabhängigen Dual Extrudern (IDEX-System) und Dual Extrudern auf einer Schiene
  • Besonders wichtig sind bei der Auswahl des passenden Dual-Extruder 3D Druckers die einfache Kalibrierung und die passende Slicer-Software
  • Heutzutage können viele Drucker als hochwertige und leistungsstarke Dual-Extruder 3D Drucker bezeichnet werden
  • Mit unserer Hilfe findest du die bei besten Dual-Extruder 3D Drucker 2026 und bekommst wichtige Tipps für deinen nächsten Druck

Die besten Dual-Extruder 3D Drucker 2026

Um dir eine schnelle Übersicht liefern zu können, haben wir die aktuell besten Dual-Extruder 3D Drucker 2022 hier in unserer Tabelle aufgeführt:

4
Flashforge Creator 5 Pro
4 Druckköpfe, Gehäuse

Flashforge Creator 5 Pro

Hersteller Flashforge
Technologie FDM
Druckvolumen 256 x 256 x 256

Unsere Empfehlungen

Was ist ein Dual-Extruder 3D-Drucker?

Bei einem Dual-Extruder 3D-Drucker handelt es sich um Drucker, die mehrere Druckmaterialien zur gleichen Zeit verarbeiten können. Das Verfahren wird als Dual Extrusion bezeichnet und ermöglicht den Nutzern einen deutlich größeren Handlungsspielraum mit ihrem Gerät. So können zum Beispiel dank der Dual Extrusion mehrfarbige Drucke bewerkstelligt oder sogar zwei Objekte parallel zur gleichen Zeit gedruckt werden.

Ganz neu ist diese Technik übrigens nicht. Bereits mit dem CTC Bizer wurde vor mehr als fünf Jahren ein Dual-Extruder 3D-Drucker auf den Markt gebracht, bei dem es sich um einen Klon des Makerbot Replicator 2 handelte. Durchsetzen konnte sich dieser jedoch nicht wirklich, da vor allem die Kalibrierung Herausforderungen mit sich brachte. Nachhaltig geändert hat sich dies durch den Ultimaker 3, der die Dual-Extrusion deutlich benutzerfreundlicher werden ließ.

Wie funktioniert der mehrfarbige 3D-Druck?

Der mehrfarbige 3D-Druck funktioniert nach einem simplen Prinzip. Ein Dual Extruder 3D-Drucker ist mit zwei Extrudern ausgestattet, die somit innerhalb eines Druckauftrags zwei Filamente verarbeiten können. So kannst du zum Beispiel mit dem einen Extruder das Objektmaterial herstellen, während du mit dem anderen Extruder das Stützmaterial erstellst. Oder du nutzt die verschiedenen Extruder, um mehrfarbige Drucke umzusetzen. Die unterschiedlich farbigen Filamente musst du bei einem Dual-Extruder 3D-Drucker dann nicht wechseln.

Typen des mehrfarbigen 3D-Drucks

Beim mehrfarbigen 3D-Druck kann generell zwischen zwei Typen unterschieden werden: Dem Independent Dual Extruder System (IDEX) und dem Dependant Dual Extruder System.

IDEX Independent Dual Extruder System

Beim Independent Dual Extruder System sind die Dual Extruder getrennt voneinander und arbeiten auch vollkommen unabhängig. Du kannst so zum Beispiel zwei Objekte gleichzeitig drucken oder PVA als Trägermaterial einsetzen, wenn du komplexere Objekte herstellen möchtest. In vielen Fällen werden die Düsen während des Wechsels der Druckköpfe einfach mittels Silikonscheiben gereinigt. So wird verhindert, dass zu viel Filamentmaterial auf der Oberfläche des Drucks zu finden ist.

Dependant Dual Extruder System

Neben dem sogenannten IDEX-System kommt für den mehrfarbigen 3D-Druck auch das Dependant Dual Extruder System zum Einsatz. In diesem Fall sind die Dual Extruder nicht getrennt voneinander, sondern befinden sich auf einer Schiene. Der große Vorteil liegt in diesem Fall vor allem in der Geschwindigkeit.

Auswahlkriterien für einen 3D-Drucker mit Dual Extruder

Auf den ersten Blick kommen viele 3D-Drucker mit Dual Extruder in Frage. Ganz wesentlich entscheidend ist natürlich, welche persönlichen Anforderungen und Erwartungen du an dein Gerät stellst. Davon abgesehen solltest du aber auch ein paar allgemeine Auswahlkriterien im Blick behalten. Welche das sind und was du genau beachten musst, erklären wir dir jetzt etwas genauer.

Einfache Kalibrierung des Dualdrucks

Der Dualdruck ist vor allem in der jüngeren Vergangenheit zu Ruhm und Ehre gekommen. Das liegt daran, dass mittlerweile eine wesentlich leichtere Kalibrierung möglich ist. Noch vor einigen Jahren war diese die wohl größte Herausforderung und sorgte letztendlich dafür, dass sich dieses Verfahren erst verspätet durchsetzen konnte. Auch heute solltest du beim Kauf aber unbedingt prüfen, welche Kalibrierungsmöglichkeiten dir geboten werden und wie leicht du die Einstellungen vornehmen kannst.

Für Dualdruck optimierte Software

Der zweite große Kritikpunkt war die Slicer-Software, die viele Jahre lang gar nicht für den Dualdruck optimiert wurde. Auch hier hat sich mittlerweile eine Menge geändert. Heutzutage bieten viele Geräte passende Software für den Dualdruck an und machen diesen damit auch für Neulinge deutlich leichter realisierbar. Findest du eine solche Software bei deinem Drucker nicht, dürftest du zumindest als Anfänger vor einer spürbaren Herausforderung stehen.

Preis/Leistung

Das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte bei jedem Produkt geprüft werden. So auch bei den Dual-Extruder 3D-Druckern. In den vergangenen Jahren hat sich der Preis für leistungsstarke Geräte aufgrund der fortschrittlichen Entwicklung deutlich gesenkt. Gute Geräte sind bereits für „schmales“ Geld zu bekommen. Dennoch raten wir davon ab, zu billig zu kaufen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass es sich um mindere Qualität handelt, die dementsprechend mit Folgekosten verbunden sein kann.

Beheiztes Druckbett

Ein beheiztes Druckbett sollte dein Dual-Extruder 3D Drucker unbedingt vorweisen können. Im besten Fall kannst du dieses auch flexibel austauschen und so einfach aus dem Gerät entfernen. Das hilft dir auch bei der Reinigung und Wartung. Nicht ganz unwichtig ist übrigens auch die maximale Temperatur des Druckbettes. Mindestens 100 Grad Celsius sollte dieses erreichen können.

Einfache Wartung

Jeder 3D-Drucker muss zwangsläufig gewartet werden. Nur so stellst du sicher, dass dein Gerät auch nach langer Zeit weiterhin treu und zuverlässig seine Dienste erledigt. Die Wartung kann dabei ein „Nadelöhr“ auf der Suche nach dem besten Drucker sein. Möchtest du dir keine unnötigen Aufgaben stellen, solltest du auf eine möglichst einfache Wartung achten. Hilfreich ist es in diesem Fall auch, wenn dir ein kompetenter Support zur Seite steht oder du dich auf eine große Community verlassen kannst.

Ersatzteile verfügbar

Die Suche nach Ersatzteilen muss keine Herausforderung sein. Bei vielen Geräten ist sie es aber dennoch. Wir raten dir deshalb dazu, bereits vor dem Kauf einen Blick darauf zu werfen, wie und wo du mögliche Ersatzteile beschaffen kannst. Je nach Drucker und Hersteller ist dies mal einfacher, mal komplizierter möglich.

Bauraum

Große Aufmerksamkeit solltest du dem Bauraum deines Dual-Extruder 3D-Druckers zukommen lassen. Durch die zusätzlichen Extruder nimmt der Bauraum im Vergleich zu klassischen 3D-Druckern mit nur einem Extruder ein wenig ab. Das ist insbesondere bei den Druckern mit dem INDEX-System der Fall, da dieses vergleichsweise viel Platz einnimmt. Je nach gewünschter Größe deiner Druckobjekte musst du hier also besonders aufmerksam sein.

Für wen sind 3D-Drucker mit Dual-Extruder geeignet?

3D-Drucker mit Dual-Extruder sind für dich gut geeignet, wenn du etwas komplexere Drucke umsetzen möchtest. Also zum Beispiel dann, wenn du öfter zweifarbige oder mehrfarbige Objekte druckst oder etwa komplexe Geometrie mithilfe von löslichen Stützstrukturen herstellen möchtest. In diesen Fällen ist ein Dual-Extruder 3D-Drucker für dich mit großer Wahrscheinlichkeit die beste Wahl. Solltest du dich hingegen vornehmlich auf einfache Drucke fokussieren wollen, reicht in vielen Fällen auch ein Single-Extruder-Drucker aus.

Vor- und Nachteile von Dual-Extruder 3D-Druckern

Die Dual-Extruder 3D-Drucker bieten einige echte Vorteile. Insbesondere dann, wenn du gerne komplexe und mehrfarbige Materialien druckst, erleichtern diese den Ablauf spürbar. Du kannst mehrere Farben ohne Materialwechsel verwenden und zusätzlich auch auf ganz verschiedene Materialien zurückgreifen. Je nach Abmessungen der Objekte kannst du sogar zwei kleinere Ausführungen parallel drucken.

Ein möglicher Nachteil ist, dass der Bauraum durch die zusätzlichen Extruder stetig abnimmt. Gerade die Suche nach Dual-Extruder-Druckern mit einem besonders großen Bauraum kann also eine Herausforderung werden. Ebenso besteht die Gefahr des Oozings oder, dass du aufgrund der ungleichen Materialeigenschaften etwas mehr Zeit für das Justieren benötigst. Auch das Slicing ist für gewöhnlich ein wenig komplizierter, wobei die modernen Softwares der Hersteller dir hier schon kräftig unter die Arme greifen können.

Vorteile

  • Mehrere Farben ohne Materialwechsel verwenden
  • Unterschiedliche Materialien, zum Beispiel für Stütz- und Objektmaterial, nutzbar
  • Verschiedene Düsendurchmesser für unterschiedliche Objektbereiche und eine verringerte Druckzeit
  • Kleine Objekte teilweise parallel druckbar

Nachteile

  • Druckvolumen nimmt durch zusätzlichen Extruder ab
  • Slicing unter Umständen etwas komplizierter
  • Gefahr der Farbkontamination (Oozing) vorhanden
  • Längere Justierdauer bei ungleichen Materialeigenschaften

Upgrade-Kits: Die Alternative für 3D-Drucker mit Dual/Multiple-Extrudern

Als interessante Alternative zu den 3D-Druckern mit Dual-Extrudern haben sich verschiedene Upgrade-Kits entpuppt. Mit diesen kannst du deine Drucker einfach aufrüsten. Ein paar besonders interessante Kits stellen wir dir im Folgenden kurz vor.

Prusa MMU3 für MK4S und MK3.9S

Die Original Prusa MMU3 ist die dritte Generation der Multi-Material-Einheit von Prusa und löst die MMU2S ab. Sie lädt bis zu fünf Filamente gleichzeitig und wechselt automatisch zwischen ihnen. So druckst du mehrfarbige Objekte oder kombinierst verschiedene Materialien in einem Druck. Die MMU3 passt an den Original Prusa MK4S, MK4, MK3.9S und MK3.9 und ist als Bausatz oder fertig montiert erhältlich. Für den Prusa CORE One gibt es eigene Anbausätze. Im PrusaSlicer wird die MMU3 direkt unterstützt.

BIQU Dual Color Upgrade Kit für BIQU B1 + BQ

Für den zweifarbigen Druck am BIQU B1 und dem BQ kannst du auf das Dual Color Upgrade Kit von BIQU zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um einen dualen Druckkopf mit zwei Eingängen und einem Ausgang. Drucken kannst du also zwei verschieden farbige Filamente. Dank des modularen Aufbaus des Kits sind Montage von Extruder und Hotend einfach erledigt. Zudem ist das Upgrade Kit kompatibel mit anderen Funktionen wie etwa einer dualen Z-Achse.

Palette 3 Pro

Während die beiden bisher genannten Upgrade-Kits druckerspezifisch bereitgestellt werden, kannst du das Palette 3 Pro für verschiedene 3D-Drucker als Upgrade verwenden. Bis zu acht verschiedene Filamente können mit diesem Kit verarbeitet werden. Im Vergleich zum Palette 3 2S druckt das 3 Pro rund 20 Prozent schneller, im Vergleich zum Palette 3 immerhin rund zehn Prozent schneller. Darüber hinaus ist das Upgrade Kit mit einem Canvas Hub ausgestattet und macht zudem das Verwalten der Drucke in der Cloud möglich.

Kleiner Tipp: Möchtest du prüfen, ob dein Drucker mit dem Palette 3 Pro kompatibel ist, kannst du hier die offizielle Liste der kompatiblen Drucker einsehen.

Fazit: Die besten 3D Drucker mit Dual Extruder einfach finden

3D Drucker mit Dual- bzw. Multi-Extrudern sind heutzutage sehr beliebt. Die Hersteller haben ihre Geräte in vielen Fällen in dieser Hinsicht spürbar verbessert und so die „Kinderkrankheiten“ der Vergangenheit aus dem Weg räumen können. Noch immer gibt es zum Teil jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Geräten. Möchtest du den für dich besten 3D Drucker mit Dual Extruder finden, solltest du deshalb vor dem Kauf einen genauen Blick auf die Eigenschaften und Funktionen werfen. Darüber hinaus solltest du hinterfragen, welche Anforderungen du an dein Gerät stellst. Auch das wird dir dabei helfen, die passenden Drucker auswählen zu können.

Häufig gestellte Fragen zu Druckern mit mehreren Extrudern

Sende mir gerne deine Fragen zu 3D Druckern mit Dual-Extrudern zu und ich beantworte sie hier für alle.

Ein 3D-Drucker mit zwei Extrudern ist dann hilfreich, wenn verschiedene Farben im Druckobjekt verwendet werden sollen. Darüber hinaus eignen sich die Dual Extruder auch dann, wenn unterschiedliche Materialien wie lösliche Stützmaterialien und Objektmaterialien genutzt werden sollen.

Dual-Extruder lohnen sich vor allem dann, wenn die Nutzer regelmäßig komplexe oder besonders bunte Objekte herstellen wollen. In diesen Fällen wird die Handhabung durch die zusätzlichen Extruder deutlich vereinfacht und verschiedene Farben können zum Beispiel bequem ohne Materialwechsel gedruckt werden.

Dual-Extruder können schneller drucken als Single-Extruder-Geräte. Einige Dual-Extruder Drucker ermöglichen das parallele Drucken von mehreren Objekten zur gleichen Zeit. Rein rechnerisch könnte so also die Druckzeit gegenüber einem Drucker mit Single Extruder halbiert werden.

Ob es sinnvoll ist, auf einen Dual-Extruder-3D-Drucker umzusteigen, lässt sich nicht pauschal sagen. Sinnvoll ist der Umstieg dann, wenn die Nutzer häufiger komplexe Druckobjekte realisieren möchten oder die Objekte mit besonders vielen Farben gedruckt werden sollen. Für alle einfachen Objekte sind Single-Extruder Drucker meist vollkommen ausreichend.

Mit Dual-Extruder 3D-Druckern können mehrere Materialien gleichzeitig gedruckt werden. Wichtig zu beachten ist dabei die Kompatibilität der einzelnen Materialien. Schmelzen diese etwa nicht gleich schnell oder haften nicht ähnlich gut, kann es zu Problemen kommen.

3D-Drucker mit Dual-Extruder benötige eine spezielle Slicer-Software. Gerade in den letzten Jahren war dies ein Grund dafür, dass sich die Geräte nicht sofort nach der Einführung durchsetzen konnten. Mittlerweile stehen jedoch viele nützliche Slicer-Softwares zur Verfügung.

    Sercan Kahraman

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    Sercan Kahraman

    Mein Name ist Sercan und ich beschäftige mich seit 2013 mit dem 3D-Druck. Eine Leidenschaft, die 2016 zur Gründung von threedom führte. Hier schaffst du den Einstieg in die wunderbare Welt der Schichten und vermeidest Fehlkäufe. Im Ratgeber kannst du Stunden verbringen und dein Wissen vertiefen – kostenlos. Viel Spaß! 

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