Unsere Liste: die besten großen 3D-Drucker im Vergleich
Platz 1 ist der Creality K2 Plus Combo: ein geschlossener Drucker mit 350 × 350 × 350 mm Bauraum, Aktivkohlefilter und der Mehrfarbeinheit CFS. Für Preis und Leistung steht der Anycubic Kobra 3 Max V2 mit 420 × 420 × 500 mm vorn, als Premiumgerät der Prusa XL+ mit 360 × 360 × 360 mm. Als groß zählen wir einen Drucker, wenn er mindestens 300 × 300 mm Fläche bedruckt. Den größten Bauraum der Liste hat die Elegoo OrangeStorm Giga mit 800 × 800 × 1000 mm.
Creality K2 Plus Combo
Anycubic Kobra 3 Max V2
Prusa XL+ (1 Druckkopf)
Bambu Lab H2D
Bambu Lab H2S
Anycubic Kobra S1 Max Combo
QIDI Tech Plus5
Bambu Lab A2L
QIDI Tech Max4
Prusa CORE One L+
Sovol SV08 Max
Creality Ender 5 Max
Elegoo OrangeStorm Giga
Unsere Empfehlungen
Creality K2 Plus Combo
Anycubic Kobra 3 Max V2
Prusa XL+ (1 Druckkopf)
Der K2 Plus Combo heizt seine Kammer laut Creality bis 60 °C und sein Druckbett bis 120 °C. Creality bewirbt die Kammerheizung für technische Filamente. Der Kobra 3 Max V2 bietet viel Fläche, sein Bett erreicht laut Anycubic aber nur 90 °C. Der Prusa XL+ kommt montiert und lässt sich mit einem Gehäuse von Prusa nachrüsten. Wer zwei Materialien oder Farben mit zwei Düsen drucken will, schaut sich den Bambu Lab H2D an.
Welcher große 3D-Drucker passt zu dir?
Das hängt vor allem vom Material ab. Für große Teile aus PLA und PETG reicht ein offener Drucker, für ABS und ASA brauchst du einen geschlossenen mit heißem Bett.
- Viel Fläche für PLA und PETG: Anycubic Kobra 3 Max V2 (420 × 420 × 500 mm) oder Bambu Lab A2L (330 × 320 × 325 mm). Bambu schreibt selbst, der A2L sei als offener Drucker hauptsächlich für PLA und PETG ausgelegt.
- ABS und ASA: ein geschlossener Drucker mit Kammerheizung, etwa Bambu Lab H2S, QIDI Plus5, QIDI Max4, Anycubic Kobra S1 Max Combo, Creality K2 Plus Combo oder Prusa CORE One L+ (Filter als Zubehör).
- Zwei Materialien in einem Druck: Bambu Lab H2D mit zwei Düsen.
- Sehr große Teile in einem Stück: Sovol SV08 Max (500 × 500 × 500 mm) oder Elegoo OrangeStorm Giga (800 × 800 × 1000 mm). Beide sind offen, die Giga wiegt 104 kg.
Für große Teile mit feinen Details aus Harz gibt es eine eigene Liste: die besten großen Resin-3D-Drucker.
Die großen 3D-Drucker im Vergleich
| Gerät | Bauraum (B × T × H) | Bauart | Luftfilter | Druckbett bis | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Creality K2 Plus Combo | 350 × 350 × 350 mm | geschlossen, Kammer bis 60 °C | Aktivkohle | 120 °C | 35 kg (Drucker) |
| Anycubic Kobra 3 Max V2 | 420 × 420 × 500 mm | offen (kein Gehäuse genannt), Bett fährt nach vorn und hinten | keiner genannt | 90 °C | 18 kg |
| Prusa XL+ (1 Druckkopf) | 360 × 360 × 360 mm | offen, Gehäuse als Zubehör | HEPA nur mit Gehäuse | 115 °C, an anderer Stelle 120 °C | rund 30 kg, im Handbuch höchstens 25,3 kg |
| Bambu Lab H2D | 325 × 320 × 325 mm mit einer Düse | geschlossen, Kammer bis 65 °C | Vorfilter, HEPA, Aktivkohle | 120 °C | 31 kg |
| Bambu Lab H2S | 340 × 320 × 340 mm | geschlossen, Kammer bis 65 °C | Vorfilter, HEPA, Aktivkohle | 120 °C | 30 kg |
| Anycubic Kobra S1 Max Combo | 350 × 350 × 350 mm | geschlossen, Kammer bis 65 °C | Aktivkohle | 120 °C | rund 25,7 kg (Drucker) |
| QIDI Plus5 | 320 × 320 × 300 mm | geschlossen, Kammer bis 65 °C | Vorfilter, HEPA, Aktivkohle | 120 °C | 29 kg |
| Bambu Lab A2L | 330 × 320 × 325 mm | offen, Bett fährt nach vorn und hinten | keiner genannt | 80 °C | 12,8 kg |
| QIDI Max4 | 390 × 390 × 340 mm | geschlossen, Kammer bis 65 °C | Vorfilter, HEPA, Aktivkohle | 120 °C | 40 kg |
| Prusa CORE One L+ | 300 × 300 × 330 mm | geschlossen, Kammer bis 60 °C | HEPA und Aktivkohle als Zubehör | 120 °C | 21,9 kg |
| Sovol SV08 Max | 500 × 500 × 500 mm, mit Gehäusesatz 450 mm hoch | offen, Gehäusesatz als Zubehör | keiner genannt | 100 °C | nicht angegeben |
| Creality Ender 5 Max | 400 × 400 × 400 mm | offen, Gehäuse als Zubehör | keiner genannt | 100 °C | höchstens 25,9 kg |
| Elegoo OrangeStorm Giga | 800 × 800 × 1000 mm | offen, kein Gehäuse im Lieferumfang | keiner genannt | 100 °C | 104 kg |
Beim H2D gilt der Bauraum von 325 mm Breite für eine Düse. Mit zwei verschiedenen Filamenten bleibt die Fläche, die beide Düsen erreichen: 300 × 320 mm. Die 350 × 320 × 325 mm, die Bambu als Gesamtvolumen nennt, gelten, wenn beide Düsen dasselbe Filament drucken.
Offen oder geschlossen: was brauchst du für ABS und ASA?
Für ABS und ASA einen geschlossenen Drucker, für PLA, PETG und TPU genügt ein offener. Bambu Lab verlangt in seinem Filament Guide ein Gehäuse für ABS, ASA und Nylon, für PLA, PETG und TPU nicht. Für PETG empfiehlt Bambu trotzdem eines, weil kühle Raumluft die Haftung zwischen den Schichten schwächt. Prusa antwortet auf die Frage, ob der XL+ ein Gehäuse braucht: nicht für PLA und PETG, das Gehäuse lohne sich für große Teile aus ASA oder ABS. Für Nylon und PC empfiehlt Prusa eine Kammer mit 60 °C; die Zusatzheizung dafür kündigt Prusa erst an. Dazu kommt das Druckbett: Prusa empfiehlt für ABS 100 °C, je nach Größe des Teils 80 bis 110 °C, für große Teile mehr. Für ASA nennt Prusa 105 °C in der ersten Schicht, dann 110 °C. Der A2L schafft laut Bambu 80 °C, der Kobra 3 Max V2 laut Anycubic 90 °C. Für große Teile aus ABS bleibst du mit beiden unter der Empfehlung von Prusa.
In einem geschlossenen Drucker kann ein Filter die Luft der Kammer reinigen; Bambu schreibt zum H2D, sein Filter halte feine Partikel zurück und mindere Gerüche. ABS und ASA setzen laut Prusa Styrol frei. Bambu Lab nennt für H2D und H2S einen Vorfilter, einen HEPA-Filter der Klasse H12 und Aktivkohle, QIDI dieselbe Kombination für Plus5 und Max4. Creality und Anycubic nennen beim K2 Plus und beim Kobra S1 Max einen Aktivkohlefilter. Bei den offenen Geräten nennt kein Hersteller einen eingebauten Filter; für den XL+ bietet Prusa ein Gehäuse mit HEPA-Filter an. Lüften solltest du trotzdem: Prusa rät in den Handbüchern, den Raum regelmäßig zu lüften, Creality, Sovol und QIDI wollen ihre Drucker an einem gut belüfteten Ort. Was Messungen über Partikel und Dämpfe beim FDM-Druck sagen, steht auf unserer Seite zum FDM-Verfahren.
Wie viel Platz braucht ein großer 3D-Drucker?
Mehr als seine Außenmaße. Beim Kobra 3 Max V2 fährt das Druckbett nach vorn und hinten: Anycubic nennt 706 × 640 × 753 mm Außenmaße, mit Spulenhalter und Weg des Druckbetts aber 940 mm Tiefe. Für den A2L verlangt Bambu mindestens 120 mm Abstand vorn, 250 mm hinten und 300 mm oben. Für den H2D empfiehlt Bambu eine Fläche von 700 × 700 mm und 1100 mm Höhe. Die OrangeStorm Giga misst 1224 × 1164 × 1425 mm und braucht in Bewegung laut Elegoo 1224 × 1520 × 1570 mm.
Auch das Gewicht zählt, für den Tisch und fürs Tragen. Der QIDI Max4 wiegt laut QIDI 40 kg, der K2 Plus laut Creality 35 kg. Den Kobra S1 Max sollen laut Handbuch zwei Personen aus dem Karton heben. Die Giga wiegt 104 kg und kommt in zwei Kartons. Rahmen, Achsen und Druckkopf schraubst du laut Handbuch selbst zusammen, die Baugruppen sind vormontiert. Den Prusa XL+ liefert Prusa montiert, den Kobra S1 Max laut Anycubic zu 95 % vormontiert.
Wie viel Strom braucht ein großer 3D-Drucker?
Beim Aufheizen viel, beim Drucken deutlich weniger. Bambu nennt für den H2D höchstens 2200 W bei 220 V; diese Spitze hält er laut Bambu höchstens 3 Minuten, um das Bett aufzuheizen. Anycubic nennt für den Kobra S1 Max 2200 W Nennleistung bei 220 V. QIDI schreibt zum Plus5, er halte zum Aufheizen des Betts etwa 3 bis 5 Minuten die volle Leistung. Im laufenden Druck nennt QIDI 190 W für PLA und 500 W für ABS. Prusa nennt für den CORE One L+ rund 630 W beim Vorheizen und rund 90 W im Schnitt beim Druck mit PLA. Für die Giga nennt Elegoo 1530 W mit einem Druckkopf und 100 W mehr für jeden weiteren. Dein Stromanschluss müsse diese Last tragen, schreibt Elegoo.
Was gilt für die Sicherheit?
Ein großer FDM-Drucker hat eine heiße Düse, ein heißes Bett und schnell bewegte Teile. Prusa schreibt: Lass den Drucker nicht unbeaufsichtigt, solange er eingeschaltet ist. Bambu verlangt beim H2D, Kinder und Unbefugte fernzuhalten, Sovol schreibt, Kinder unter 10 Jahren sollten den SV08 Max nicht allein benutzen. Creality, Sovol und QIDI wollen ihre Drucker nicht neben brennbaren Stoffen oder Wärmequellen; Elegoo verlangt, die Giga im Betrieb zu erden. Was für Familien gilt, steht unter 3D-Drucker für Kinder.
Für wen lohnt sich ein großer 3D-Drucker?
Für alle, die Teile in einem Stück drucken wollen, die sonst nicht auf das Druckbett passen: Gehäuse, Helme, Möbelteile oder Modelle in großem Maßstab. Bezahlt wird das mit Platz, Gewicht und Strom. Wenn du nur ab und zu etwas Großes druckst, kannst du ein Modell auch teilen und die Teile verkleben; welcher Kleber zu welchem Filament passt, steht unter Kleber für 3D-Drucke.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
- Bauraum in allen drei Achsen: Prüfe, ob deine größten Teile in Breite, Tiefe und Höhe passen. Beim H2D bleiben mit zwei verschiedenen Filamenten 300 × 320 mm Fläche.
- Material: Für ABS und ASA einen geschlossenen Drucker, dessen Druckbett die Werte von Prusa schafft: 100 °C für ABS, für große Teile bis 110 °C, und 110 °C für ASA.
- Filter: Vorfilter, HEPA und Aktivkohle nennen Bambu und QIDI für ihre geschlossenen Geräte; bei Prusa gibt es den Filter als Zubehör.
- Stellfläche: Außenmaße plus Weg des Druckbetts und Abstände nach Handbuch.
- Gewicht und Aufbau: 12,8 bis 104 kg in unserer Liste; die Giga baust du zum Teil selbst zusammen.
- Strom: Spitzen bis 2200 W beim Aufheizen, laut Herstellern.
Quellen
- Gesundheit und Sicherheit: ABS, ASA, XL+, Handbuch, H2D, Handbuch, SV08 Max, Handbuch, OrangeStorm Giga, Handbuch, K2 Plus, Handbuch
- Gehäuse: Filament Guide










