Die besten großen 3D-Drucker

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026
Von: Sercan Kahraman

Für große Teile aus PLA und PETG reicht ein offener Drucker wie der Anycubic Kobra 3 Max V2, für ABS und ASA brauchst du einen geschlossenen wie den Creality K2 Plus Combo. Wir zählen einen Drucker als groß, wenn er mindestens 300 × 300 mm Fläche bedruckt. Hier stehen unsere Empfehlungen und was die Hersteller zu Bauraum, Filter, Platzbedarf und Strom angeben.

  • Platz 1: Creality K2 Plus Combo, geschlossen, 350 × 350 × 350 mm, Aktivkohlefilter.
  • Für ABS und ASA einen geschlossenen Drucker, dessen Bett 100 °C für ABS, für große Teile bis 110 °C, und 110 °C für ASA schafft. Für PLA und PETG genügt ein offener, für PETG empfiehlt Bambu trotzdem ein Gehäuse.
  • Den größten Bauraum der Liste hat die Elegoo OrangeStorm Giga mit 800 × 800 × 1000 mm, sie wiegt 104 kg.
  • Plane Platz für den Weg des Druckbetts und Abstände nach Handbuch ein, nicht nur die Außenmaße.
  • Beim Aufheizen nennen Hersteller bis 2200 W für wenige Minuten, beim Drucken deutlich weniger.

Unsere Liste: die besten großen 3D-Drucker im Vergleich

Platz 1 ist der Creality K2 Plus Combo: ein geschlossener Drucker mit 350 × 350 × 350 mm Bauraum, Aktivkohlefilter und der Mehrfarbeinheit CFS. Für Preis und Leistung steht der Anycubic Kobra 3 Max V2 mit 420 × 420 × 500 mm vorn, als Premiumgerät der Prusa XL+ mit 360 × 360 × 360 mm. Als groß zählen wir einen Drucker, wenn er mindestens 300 × 300 mm Fläche bedruckt. Den größten Bauraum der Liste hat die Elegoo OrangeStorm Giga mit 800 × 800 × 1000 mm.

2
Anycubic Kobra 3 Max V2
Preis-Leistung

Anycubic Kobra 3 Max V2

Hersteller Anycubic
Technologie FDM
Druckvolumen 420 x 420 x 500
3
Prusa XL+ (1 Druckkopf)
Premium

Prusa XL+ (1 Druckkopf)

Hersteller PRUSA Research
Technologie FDM
Druckvolumen 360 x 360 x 360
7
QIDI Tech Plus5

QIDI Tech Plus5

Hersteller QIDI
Technologie FDM
Druckvolumen 320 x 320 x 300
10
Prusa CORE One L+

Prusa CORE One L+

Hersteller PRUSA Research
Technologie FDM
Druckvolumen 300 x 300 x 330

Unsere Empfehlungen

Preis-Leistung
Anycubic Kobra 3 Max V2

Anycubic Kobra 3 Max V2

Hersteller Anycubic
Technologie FDM
Druckvolumen 420 x 420 x 500
Premium
Prusa XL+ (1 Druckkopf)

Prusa XL+ (1 Druckkopf)

Hersteller PRUSA Research
Technologie FDM
Druckvolumen 360 x 360 x 360

Der K2 Plus Combo heizt seine Kammer laut Creality bis 60 °C und sein Druckbett bis 120 °C. Creality bewirbt die Kammerheizung für technische Filamente. Der Kobra 3 Max V2 bietet viel Fläche, sein Bett erreicht laut Anycubic aber nur 90 °C. Der Prusa XL+ kommt montiert und lässt sich mit einem Gehäuse von Prusa nachrüsten. Wer zwei Materialien oder Farben mit zwei Düsen drucken will, schaut sich den Bambu Lab H2D an.

Welcher große 3D-Drucker passt zu dir?

Das hängt vor allem vom Material ab. Für große Teile aus PLA und PETG reicht ein offener Drucker, für ABS und ASA brauchst du einen geschlossenen mit heißem Bett.

  • Viel Fläche für PLA und PETG: Anycubic Kobra 3 Max V2 (420 × 420 × 500 mm) oder Bambu Lab A2L (330 × 320 × 325 mm). Bambu schreibt selbst, der A2L sei als offener Drucker hauptsächlich für PLA und PETG ausgelegt.
  • ABS und ASA: ein geschlossener Drucker mit Kammerheizung, etwa Bambu Lab H2S, QIDI Plus5, QIDI Max4, Anycubic Kobra S1 Max Combo, Creality K2 Plus Combo oder Prusa CORE One L+ (Filter als Zubehör).
  • Zwei Materialien in einem Druck: Bambu Lab H2D mit zwei Düsen.
  • Sehr große Teile in einem Stück: Sovol SV08 Max (500 × 500 × 500 mm) oder Elegoo OrangeStorm Giga (800 × 800 × 1000 mm). Beide sind offen, die Giga wiegt 104 kg.

Für große Teile mit feinen Details aus Harz gibt es eine eigene Liste: die besten großen Resin-3D-Drucker.

Die großen 3D-Drucker im Vergleich

GerätBauraum (B × T × H)BauartLuftfilterDruckbett bisGewicht
Creality K2 Plus Combo350 × 350 × 350 mmgeschlossen, Kammer bis 60 °CAktivkohle120 °C35 kg (Drucker)
Anycubic Kobra 3 Max V2420 × 420 × 500 mmoffen (kein Gehäuse genannt), Bett fährt nach vorn und hintenkeiner genannt90 °C18 kg
Prusa XL+ (1 Druckkopf)360 × 360 × 360 mmoffen, Gehäuse als ZubehörHEPA nur mit Gehäuse115 °C, an anderer Stelle 120 °Crund 30 kg, im Handbuch höchstens 25,3 kg
Bambu Lab H2D325 × 320 × 325 mm mit einer Düsegeschlossen, Kammer bis 65 °CVorfilter, HEPA, Aktivkohle120 °C31 kg
Bambu Lab H2S340 × 320 × 340 mmgeschlossen, Kammer bis 65 °CVorfilter, HEPA, Aktivkohle120 °C30 kg
Anycubic Kobra S1 Max Combo350 × 350 × 350 mmgeschlossen, Kammer bis 65 °CAktivkohle120 °Crund 25,7 kg (Drucker)
QIDI Plus5320 × 320 × 300 mmgeschlossen, Kammer bis 65 °CVorfilter, HEPA, Aktivkohle120 °C29 kg
Bambu Lab A2L330 × 320 × 325 mmoffen, Bett fährt nach vorn und hintenkeiner genannt80 °C12,8 kg
QIDI Max4390 × 390 × 340 mmgeschlossen, Kammer bis 65 °CVorfilter, HEPA, Aktivkohle120 °C40 kg
Prusa CORE One L+300 × 300 × 330 mmgeschlossen, Kammer bis 60 °CHEPA und Aktivkohle als Zubehör120 °C21,9 kg
Sovol SV08 Max500 × 500 × 500 mm, mit Gehäusesatz 450 mm hochoffen, Gehäusesatz als Zubehörkeiner genannt100 °Cnicht angegeben
Creality Ender 5 Max400 × 400 × 400 mmoffen, Gehäuse als Zubehörkeiner genannt100 °Chöchstens 25,9 kg
Elegoo OrangeStorm Giga800 × 800 × 1000 mmoffen, kein Gehäuse im Lieferumfangkeiner genannt100 °C104 kg
Laut Produktseiten, Datenblättern, Handbüchern und Hilfeseiten der Hersteller, gelesen im Oktober 2026. „Nicht angegeben“ und „keiner genannt“ heißt: Wir haben dazu keine Herstellerangabe gefunden. Gewicht ohne Verpackung.

Beim H2D gilt der Bauraum von 325 mm Breite für eine Düse. Mit zwei verschiedenen Filamenten bleibt die Fläche, die beide Düsen erreichen: 300 × 320 mm. Die 350 × 320 × 325 mm, die Bambu als Gesamtvolumen nennt, gelten, wenn beide Düsen dasselbe Filament drucken.

Offen oder geschlossen: was brauchst du für ABS und ASA?

Für ABS und ASA einen geschlossenen Drucker, für PLA, PETG und TPU genügt ein offener. Bambu Lab verlangt in seinem Filament Guide ein Gehäuse für ABS, ASA und Nylon, für PLA, PETG und TPU nicht. Für PETG empfiehlt Bambu trotzdem eines, weil kühle Raumluft die Haftung zwischen den Schichten schwächt. Prusa antwortet auf die Frage, ob der XL+ ein Gehäuse braucht: nicht für PLA und PETG, das Gehäuse lohne sich für große Teile aus ASA oder ABS. Für Nylon und PC empfiehlt Prusa eine Kammer mit 60 °C; die Zusatzheizung dafür kündigt Prusa erst an. Dazu kommt das Druckbett: Prusa empfiehlt für ABS 100 °C, je nach Größe des Teils 80 bis 110 °C, für große Teile mehr. Für ASA nennt Prusa 105 °C in der ersten Schicht, dann 110 °C. Der A2L schafft laut Bambu 80 °C, der Kobra 3 Max V2 laut Anycubic 90 °C. Für große Teile aus ABS bleibst du mit beiden unter der Empfehlung von Prusa.

In einem geschlossenen Drucker kann ein Filter die Luft der Kammer reinigen; Bambu schreibt zum H2D, sein Filter halte feine Partikel zurück und mindere Gerüche. ABS und ASA setzen laut Prusa Styrol frei. Bambu Lab nennt für H2D und H2S einen Vorfilter, einen HEPA-Filter der Klasse H12 und Aktivkohle, QIDI dieselbe Kombination für Plus5 und Max4. Creality und Anycubic nennen beim K2 Plus und beim Kobra S1 Max einen Aktivkohlefilter. Bei den offenen Geräten nennt kein Hersteller einen eingebauten Filter; für den XL+ bietet Prusa ein Gehäuse mit HEPA-Filter an. Lüften solltest du trotzdem: Prusa rät in den Handbüchern, den Raum regelmäßig zu lüften, Creality, Sovol und QIDI wollen ihre Drucker an einem gut belüfteten Ort. Was Messungen über Partikel und Dämpfe beim FDM-Druck sagen, steht auf unserer Seite zum FDM-Verfahren.

Wie viel Platz braucht ein großer 3D-Drucker?

Mehr als seine Außenmaße. Beim Kobra 3 Max V2 fährt das Druckbett nach vorn und hinten: Anycubic nennt 706 × 640 × 753 mm Außenmaße, mit Spulenhalter und Weg des Druckbetts aber 940 mm Tiefe. Für den A2L verlangt Bambu mindestens 120 mm Abstand vorn, 250 mm hinten und 300 mm oben. Für den H2D empfiehlt Bambu eine Fläche von 700 × 700 mm und 1100 mm Höhe. Die OrangeStorm Giga misst 1224 × 1164 × 1425 mm und braucht in Bewegung laut Elegoo 1224 × 1520 × 1570 mm.

Auch das Gewicht zählt, für den Tisch und fürs Tragen. Der QIDI Max4 wiegt laut QIDI 40 kg, der K2 Plus laut Creality 35 kg. Den Kobra S1 Max sollen laut Handbuch zwei Personen aus dem Karton heben. Die Giga wiegt 104 kg und kommt in zwei Kartons. Rahmen, Achsen und Druckkopf schraubst du laut Handbuch selbst zusammen, die Baugruppen sind vormontiert. Den Prusa XL+ liefert Prusa montiert, den Kobra S1 Max laut Anycubic zu 95 % vormontiert.

Wie viel Strom braucht ein großer 3D-Drucker?

Beim Aufheizen viel, beim Drucken deutlich weniger. Bambu nennt für den H2D höchstens 2200 W bei 220 V; diese Spitze hält er laut Bambu höchstens 3 Minuten, um das Bett aufzuheizen. Anycubic nennt für den Kobra S1 Max 2200 W Nennleistung bei 220 V. QIDI schreibt zum Plus5, er halte zum Aufheizen des Betts etwa 3 bis 5 Minuten die volle Leistung. Im laufenden Druck nennt QIDI 190 W für PLA und 500 W für ABS. Prusa nennt für den CORE One L+ rund 630 W beim Vorheizen und rund 90 W im Schnitt beim Druck mit PLA. Für die Giga nennt Elegoo 1530 W mit einem Druckkopf und 100 W mehr für jeden weiteren. Dein Stromanschluss müsse diese Last tragen, schreibt Elegoo.

Was gilt für die Sicherheit?

Ein großer FDM-Drucker hat eine heiße Düse, ein heißes Bett und schnell bewegte Teile. Prusa schreibt: Lass den Drucker nicht unbeaufsichtigt, solange er eingeschaltet ist. Bambu verlangt beim H2D, Kinder und Unbefugte fernzuhalten, Sovol schreibt, Kinder unter 10 Jahren sollten den SV08 Max nicht allein benutzen. Creality, Sovol und QIDI wollen ihre Drucker nicht neben brennbaren Stoffen oder Wärmequellen; Elegoo verlangt, die Giga im Betrieb zu erden. Was für Familien gilt, steht unter 3D-Drucker für Kinder.

Für wen lohnt sich ein großer 3D-Drucker?

Für alle, die Teile in einem Stück drucken wollen, die sonst nicht auf das Druckbett passen: Gehäuse, Helme, Möbelteile oder Modelle in großem Maßstab. Bezahlt wird das mit Platz, Gewicht und Strom. Wenn du nur ab und zu etwas Großes druckst, kannst du ein Modell auch teilen und die Teile verkleben; welcher Kleber zu welchem Filament passt, steht unter Kleber für 3D-Drucke.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

  • Bauraum in allen drei Achsen: Prüfe, ob deine größten Teile in Breite, Tiefe und Höhe passen. Beim H2D bleiben mit zwei verschiedenen Filamenten 300 × 320 mm Fläche.
  • Material: Für ABS und ASA einen geschlossenen Drucker, dessen Druckbett die Werte von Prusa schafft: 100 °C für ABS, für große Teile bis 110 °C, und 110 °C für ASA.
  • Filter: Vorfilter, HEPA und Aktivkohle nennen Bambu und QIDI für ihre geschlossenen Geräte; bei Prusa gibt es den Filter als Zubehör.
  • Stellfläche: Außenmaße plus Weg des Druckbetts und Abstände nach Handbuch.
  • Gewicht und Aufbau: 12,8 bis 104 kg in unserer Liste; die Giga baust du zum Teil selbst zusammen.
  • Strom: Spitzen bis 2200 W beim Aufheizen, laut Herstellern.

Quellen

  • Auf Platz 1 unserer Liste steht der Creality K2 Plus Combo: geschlossen, 350 × 350 × 350 mm Bauraum, Kammer bis 60 °C, Druckbett bis 120 °C und Aktivkohlefilter. Für reine PLA- und PETG-Drucke bietet der offene Anycubic Kobra 3 Max V2 mit 420 × 420 × 500 mm mehr Fläche.

  • Wir zählen einen 3D-Drucker als groß, wenn er mindestens 300 × 300 mm Fläche bedruckt. Die Geräte unserer Liste reichen von 300 × 300 × 330 mm (Prusa CORE One L+) bis 800 × 800 × 1000 mm (Elegoo OrangeStorm Giga).

  • In unserer Liste die Elegoo OrangeStorm Giga mit 800 × 800 × 1000 mm. Sie ist offen, wiegt laut Elegoo 104 kg und braucht in Bewegung 1224 × 1520 × 1570 mm Platz.

  • Für ABS und ASA ja, für PLA, PETG und TPU nicht unbedingt. So ordnet Bambu Lab die Filamente ein, empfiehlt für PETG aber trotzdem ein Gehäuse, weil kühle Raumluft die Haftung zwischen den Schichten schwächt. Prusa empfiehlt für ABS ein Druckbett von 100 °C, für ASA 105 °C in der ersten Schicht und dann 110 °C.

  • Beim Aufheizen bis zu 2200 W: Diese Spitze hält der Bambu Lab H2D laut Bambu höchstens 3 Minuten. Beim Drucken deutlich weniger: QIDI nennt für den Plus5 190 W mit PLA und 500 W mit ABS, Prusa für den CORE One L+ rund 90 W mit PLA.

  • Mehr als seine Außenmaße. Fährt das Druckbett nach vorn und hinten, wird der Drucker in Bewegung tiefer: Anycubic nennt beim Kobra 3 Max V2 640 mm Tiefe, mit Spulenhalter und Weg des Betts 940 mm. Bambu empfiehlt für den H2D eine Fläche von 700 × 700 mm und 1100 mm Höhe.

Sercan Kahraman

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Sercan Kahraman

Mein Name ist Sercan und ich beschäftige mich seit 2013 mit dem 3D-Druck. Eine Leidenschaft, die 2016 zur Gründung von threedom führte. Hier schaffst du den Einstieg in die wunderbare Welt der Schichten und vermeidest Fehlkäufe. Im Ratgeber kannst du Stunden verbringen und dein Wissen vertiefen – kostenlos. Viel Spaß!  

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