Mit einem CAD-Programm konstruierst du 3D-Modelle am Computer, etwa Ersatzteile, Halterungen oder Figuren für deinen 3D-Drucker. CAD steht für Computer-Aided Design, also rechnergestütztes Konstruieren. CAD-Programme heißen auch CAD-Software oder 3D-Konstruktionsprogramme. Mehrere bekannte Programme gibt es kostenlos, oft aber nur mit Bedingungen: nur für private Projekte, nur mit öffentlichen Dateien oder nur für wenige Projekte.
Für den Druck exportierst du das fertige Modell meist als STL oder 3MF. STL beschreibt die Oberfläche eines Modells als Netz aus Dreiecken. 3MF, das „3D Manufacturing Format“, ist das neuere Format. Die Datei öffnest du dann im Slicer, dem Programm, das daraus die Druckbefehle für deinen Drucker berechnet.
Hier findest du 14 CAD-Programme, die heute angeboten werden. Bedingungen, Preise, Systeme und Exportformate haben wir am 8. und 9. Oktober 2026 bei den Herstellern nachgelesen. Wo eine Angabe nur aus einer Archivkopie stammt, steht das dabei.
Welches CAD-Programm passt zu dir?
Nach unserer Einschätzung: Tinkercad für den Einstieg, Autodesk Fusion, FreeCAD oder Onshape für technische Teile, Blender für Figuren und OpenSCAD, wenn du lieber programmierst. Die Kurzfassung nach Bedarf:
- Einstieg und Kinder: Tinkercad, kostenlos im Browser und als iPad-App.
- Technische Teile wie Ersatzteile und Halterungen: Autodesk Fusion (kostenlos nur für private Projekte), FreeCAD (ganz kostenlos) oder Onshape (kostenlos nur für nicht kommerzielle Nutzung, alle Dokumente öffentlich).
- Figuren und organische Formen: Blender, kostenlos, auch für kommerzielle Arbeit.
- Programmieren statt Klicken: OpenSCAD, kostenlos, das Modell entsteht aus einem Skript.
- iPad: Shapr3D, kostenlos mit höchstens 2 Projekten, dazu Tinkercad, Onshape Free und die eingeschränkte Gratisfassung von ZBrush.
- Linux: FreeCAD, Blender, OpenSCAD oder Wings 3D, dazu Onshape im Browser.
- Mit den Teilen Geld verdienen: Blender, Wings 3D und DesignSpark Mechanical in der kostenlosen Stufe Explorer erlauben das ausdrücklich. Bei FreeCAD und OpenSCAD schränkt die Lizenz das Ausführen nicht ein.
Welche CAD-Programme gibt es, und was kosten sie?
Fünf der 14 Programme sind ganz kostenlos: FreeCAD, Blender, OpenSCAD, Wings 3D und Tinkercad. Die übrigen haben eine eingeschränkte Gratisfassung, eine Testversion oder kosten von Anfang an Geld. Die kleinsten Abos, deren Preis wir lesen konnten, reichen von 48 US-Dollar im Jahr für SOLIDWORKS for Makers bis 1.500 US-Dollar im Jahr für Onshape Standard, Stand Oktober 2026. Rhino gibt es als Kauflizenz für 995 € ohne Steuern.
Der Programmname führt zur Preis- oder Produktseite des Herstellers. LGPL und GPL sind Lizenzen für freie Software: Du darfst das Programm kostenlos nutzen, weitergeben und verändern. „Keine Angabe“ heißt: Wir konnten es auf den Herstellerseiten nicht lesen.
| Programm | Kostenlose Fassung | Bedingung | Preis Bezahlfassung (Stand Oktober 2026) | System | Export STL / 3MF |
|---|---|---|---|---|---|
| Autodesk Fusion | Fusion for personal use | nur privat und nicht kommerziell, unter 1.000 US-Dollar Umsatz im Jahr, höchstens 10 aktive Dokumente | 703 € im Jahr (inkl. geschätzter MwSt.) oder 90 € im Monat | Windows 11, macOS ab 14, kein Linux | STL ja, 3MF für die Gratisfassung nicht belegt |
| FreeCAD | ganzes Programm | keine, Lizenz LGPL 2.1 oder später | keine Bezahlfassung | Windows ab 10, macOS ab 12, Linux | STL und 3MF |
| Onshape | Free | nur für nicht kommerzielle Nutzung, alle Dokumente öffentlich | Standard 1.500 US-Dollar je Nutzer und Jahr | Browser auf PC, Mac, Linux, Chrome, iPad, iPhone und Android, Apps für iOS und Android | STL und 3MF |
| Tinkercad | ganzes Programm | Konto nötig, unter 13 Jahren nur über Eltern oder eine Klasse | keine gefunden | Browser (genannt: Windows, macOS, ChromeOS), iPad-App | STL (iPad-App), 3MF keine Angabe |
| Blender | ganzes Programm | keine, auch kommerziell, Lizenz GPL | keine Bezahlfassung | Windows ab 8.1, macOS ab 13 nur mit Apple-Chip, Linux | STL ab Werk, 3MF per Erweiterung |
| SOLIDWORKS for Makers | keine allgemeine, für Start-ups und Makerspaces auf Bewerbung | Makers: nur privat, unter 2.000 US-Dollar Einnahmen im Jahr, Dateien in SOLIDWORKS-Formaten mit Wasserzeichen | 48 US-Dollar im Jahr oder 15 US-Dollar im Monat (US-Preis ohne Steuern) | Windows, xDesign for Makers im Browser | keine Angabe |
| SketchUp | SketchUp Free | auf der Produktseite keine genannt | Go 10,25 € im Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. Steuern | Free im Browser, Pro auf Windows, macOS, iPad und im Browser | Free: STL, 3MF keine Angabe |
| Shapr3D | Free (auch Basic genannt) | höchstens 2 Projekte, kommerzielle Nutzung nicht genannt | Pro 299 US-Dollar im Jahr ohne MwSt. | Windows, macOS, iPadOS, visionOS, im Browser nur ein Betrachter | STL und 3MF, in Free nur Basis-Auflösung |
| OpenSCAD | ganzes Programm | freie Software, Lizenz GPL v2 | keine Bezahlfassung | Windows, macOS, Linux | STL und 3MF |
| Rhino 8 | keine, 90 Tage Testversion | nach 90 Tagen kein Speichern mehr | 995 € Kauflizenz, ohne Steuern | Windows, Mac | STL und 3MF |
| Solid Edge Community Edition | Community Edition | nur privat, nicht kommerziell, Dateien nicht in der Bezahlfassung zu öffnen, 2D-Zeichnungen mit Wasserzeichen | keine Angabe | Windows 10 und 11 (Enterprise, Professional) | STL und 3MF laut Solid-Edge-Seite, nicht ausdrücklich für die Community Edition |
| DesignSpark Mechanical | Explorer | kostenloses Konto, kommerzielle Nutzung erlaubt, Export nur STL, OBJ, 3D-PDF und das eigene Format RSDOCX, kein Import von STL und STEP | Creator 151,70 € im Jahr (MwSt. nicht eindeutig angegeben) | Windows 10 und 11, 64 Bit | STL ja, 3MF nicht gefunden |
| ZBrush | ZBrush für iPad | 28 Pinsel, einige Werkzeuge nur begrenzt | 427,21 € im Jahr oder 53,55 € im Monat, inkl. MwSt. | Windows, macOS, iPadOS | 3MF im „3D Print Hub“ erwähnt, STL keine Angabe |
| Wings 3D | ganzes Programm | keine, auch kommerziell | keine Bezahlfassung | Windows ab 10, macOS ab 15 (nur Apple-Chip), Linux | STL und 3MF |
Was unterscheidet parametrisches CAD, Direktmodellierung und Sculpting?
Die Arten unterscheiden sich darin, wie du eine Form baust: über Maße und Konstruktionsschritte, durch Ziehen an Flächen oder wie mit Knetmasse.
- Parametrisch heißt: Das Programm speichert Maße und Konstruktionsschritte. Änderst du später ein Maß, rechnet es das Modell neu. Parametrisch arbeiten etwa Autodesk Fusion, FreeCAD und Onshape.
- Direktmodellierung heißt: Du ziehst und schiebst Flächen direkt am Modell. So beschreibt RS auch DesignSpark Mechanical: Modelle formst du durch Ziehen oder Drücken um (RS).
- Polygonmodellierung und Sculpting: Das Modell ist ein Mesh, also ein Netz aus vielen kleinen Vier- oder Dreiecken. Beim Sculpting formst du es mit Pinseln wie Ton. So entstehen Figuren und organische Formen, etwa in Blender oder ZBrush.
- Code: In OpenSCAD beschreibst du das Modell in einem Skript. Laut Projekt setzt es Körper aus Grundformen zusammen (CSG, also Konstruktion aus Grundkörpern) oder zieht 2D-Umrisse in die dritte Dimension.
Rhino arbeitet unter anderem mit NURBS, also mathematisch beschriebenen Kurven und Flächen. Für Halterungen und Ersatzteile passt nach unserer Einschätzung ein parametrisches Programm am besten, für Figuren eines mit Sculpting.
Welche CAD-Programme sind wirklich kostenlos?
Ohne Bedingungen kostenlos sind FreeCAD, Blender, OpenSCAD und Wings 3D, dazu Tinkercad mit Konto. Bei Fusion, Onshape, Solid Edge, SketchUp, Shapr3D, DesignSpark Mechanical und ZBrush ist nur eine eingeschränkte Fassung kostenlos, die Bedingungen stehen in der Tabelle oben. Stand Oktober 2026:
- Günstig statt kostenlos: SOLIDWORKS for Makers für 48 US-Dollar im Jahr, US-Preis ohne Steuern.
- Nur als Testversion kostenlos: Rhino 90 Tage, die Vollfassung von Fusion 30 Tage, Shapr3D Pro und ZBrush 14 Tage, SketchUp Pro sowie DesignSpark Creator und Engineer 7 Tage. Onshape Professional kannst du kostenlos testen, qualifizierte Profis über das Discovery Program bis zu 6 Monate. Auch für SOLIDWORKS gibt es eine Testversion.
Für berechtigte Schüler, Studierende und Lehrkräfte ist Fusion laut Autodesk kostenlos, als Abo für ein Jahr, das du verlängern kannst (Autodesk).
Darfst du mit der Gratisfassung Geld verdienen?
Mit Blender und Wings 3D ausdrücklich ja, mit DesignSpark Mechanical auch in der kostenlosen Stufe Explorer. Die Gratisfassungen von Onshape und Solid Edge sind nur für nicht kommerzielle Nutzung, die von Fusion nur für nicht kommerzielle Projekte mit einer Umsatzgrenze von 1.000 US-Dollar im Jahr. So regeln es die Hersteller:
- Blender: „Blender can be used commercially by artists, by studios …“ (Blender).
- Wings 3D: „completely free for use in both personal and commercial projects“ (Wings 3D).
- DesignSpark Mechanical: „Yes, commercial use is allowed on the DesignSpark Explorer plan.“ Deine Konstruktionen gehören laut RS vollständig dir (RS).
- FreeCAD und OpenSCAD: FreeCAD steht unter der LGPL 2.1 oder später, OpenSCAD unter der GPL v2. Laut Lizenztext ist das Ausführen nicht eingeschränkt. Deine Konstruktionen erfasst die Lizenz nur, wenn sie Teile des Programms enthalten (LGPL, GPL v2).
- Autodesk Fusion for personal use: „For personal, non-commercial projects only“, nur für Personen mit weniger als 1.000 US-Dollar Umsatz im Jahr. Wer mehr Umsatz macht oder Fusion kommerziell nutzt, muss laut Autodesk auf ein bezahltes Abo wechseln (Autodesk).
- Onshape Free: „For non-commercial use only“. Kommerziell ist laut Onshape jede geschäftliche oder auf Gewinn zielende Nutzung (Onshape).
- Solid Edge Community Edition: „may not be used for commercial purposes“ (Siemens).
- SOLIDWORKS for Makers: für die private Nutzung und für Personen, die mit ihren Projekten weniger als 2.000 US-Dollar im Jahr einnehmen (Dassault Systèmes).
- SketchUp Free, Shapr3D Free, Tinkercad und ZBrush für iPad: keine Regel auf den gelesenen Seiten. Lies vor gewerblicher Nutzung die Nutzungsbedingungen.
Welches CAD-Programm eignet sich für Anfänger?
Für den Einstieg empfehlen wir Tinkercad: Es ist kostenlos, läuft im Browser und setzt Modelle aus Grundkörpern zusammen. Wird es dir zu eng, ist nach unserer Einschätzung Autodesk Fusion für private Projekte oder Onshape Free der nächste Schritt. Bei Onshape Free sind alle Dateien öffentlich.
Tinkercad
Tinkercad kommt von Autodesk und ist laut Hersteller eine kostenlose, einfach zu bedienende App für 3D-Design, Elektronik und Programmieren (Tinkercad). Du brauchst ein Konto. Bei der Anmeldung fragt Tinkercad nach Land und Geburtsdatum, unter 13 Jahren geht es nur über die Eltern oder eine Klasse. Was Kinder damit machen können, steht in unserem Ratgeber 3D-Drucker für Kinder.
Gut laufen soll Tinkercad laut Hersteller unter Windows 10 und 11, macOS ab 10.13.2 und ChromeOS (Tinkercad). Dazu gibt es eine iPad-App ab iPadOS 15.6. Für die iPad-App nennt Autodesk den Export als STL, OBJ, USDZ und SVG, 3MF nennt die App-Beschreibung nicht.
SketchUp Free
SketchUp Free ist laut Trimble das einfachste kostenlose 3D-Modellierprogramm im Web und läuft im Browser (SketchUp). Es exportiert SKP, PNG und STL. Dazu gehören 10 GB Speicher bei Trimble Connect, dem Cloud-Dienst von Trimble zum Teilen von Projekten. Ob du SketchUp Free gewerblich nutzen darfst, steht auf der Produktseite nicht.
Die Bezahlfassungen kosten laut deutscher Preisseite, Stand Oktober 2026 (SketchUp):
- Go: 10,25 € im Monat bei jährlicher Abrechnung (123 € im Jahr) oder 18,99 € bei monatlicher Zahlung, für das iPad und den Browser.
- Pro: 31,58 € im Monat bei jährlicher Abrechnung (378,96 € im Jahr). Erst Pro bringt das Desktop-Programm für Windows und macOS.
Auf der Preisseite steht dazu „Zzgl. Steuern und USt.“. Pro kannst du 7 Tage kostenlos testen.
Womit konstruierst du technische Teile wie Ersatzteile und Halterungen?
Nach unserer Einschätzung mit einem parametrischen Programm, weil du Maße später ändern kannst. Kostenlos sind dafür Autodesk Fusion für private Projekte, FreeCAD, Onshape Free und die Solid Edge Community Edition von Siemens. Kostenpflichtig, aber mit einer günstigen Fassung für Privatleute, ist SOLIDWORKS von Dassault Systèmes.
Fertige CAD-Modelle als Ausgangspunkt findest du in Bibliotheken, mehr dazu in unserem Artikel über GrabCAD.
Autodesk Fusion
Autodesk Fusion ist ein Programm für Konstruktion (CAD), Fertigung (CAM) und Berechnung (CAE). Bis Januar 2024 hieß es Fusion 360. Kostenlos ist die Fassung „Fusion for personal use“: laut Autodesk nur für private, nicht kommerzielle Projekte und nur für Personen mit weniger als 1.000 US-Dollar Umsatz im Jahr (Autodesk).
Die Gratisfassung erlaubt höchstens 10 aktive Dokumente. Simulation, generatives Design und Rendern in der Cloud fehlen (Autodesk). Bei der Laufzeit widerspricht sich Autodesk selbst: Die Produktseite nennt drei Jahre, der Hilfeartikel zur kostenlosen Lizenz (Stand 5. Oktober 2026) ein Jahr, das sich automatisch verlängert.
Die Vollfassung kostet 703 € im Jahr, laut Autodesk „inkl. geschätzte MwSt.“, oder 90 € im Monat (Stand 8. Oktober 2026, Autodesk). Testen kannst du sie 30 Tage.
Fusion läuft auf Windows 11 ab Version 23H2 und macOS ab 14, nicht auf Linux (Autodesk). Im Browser nutzt du es nur mit kommerzieller oder Bildungslizenz. STL exportiert auch die Gratisfassung. 3MF steht nicht in ihrer Exportliste, Autodesk nennt 3MF nur allgemein beim 3D-Druck-Werkzeug (Autodesk). Mehr dazu in unserem Artikel Autodesk Fusion kostenlos.
FreeCAD
FreeCAD ist laut Projekt ein parametrisches 3D-Programm mit offenem Quellcode. Es ist ganz kostenlos: Du brauchst laut Projekt kein Konto, es gibt keine Bezahlschranke und keine Einschränkungen (FreeCAD).
Die Lizenz ist die GNU Lesser General Public License (LGPL) in Version 2.1 (Lizenzdatei). Im Quelltext steht „LGPL-2.1-or-later“, also Version 2.1 oder später (Quelltext). Die GPL ist es nicht.
Aktuell ist Version 1.1.4 vom 28. September 2026. Sie läuft auf Windows ab 10, macOS ab 12 und Linux (FreeCAD). STL und 3MF sind als Exportformate fest eingebaut.
Onshape
Onshape gehört zu PTC und läuft im Browser, laut Hersteller auf PC, Mac, Linux, Chrome, iPad, iPhone und Android (Onshape). Dazu gibt es Apps für iOS und Android. Die Preisseite nennt parametrisches Modellieren von Volumenkörpern, Flächen und Blechteilen (Onshape).
Der Tarif Free kostet nichts, gilt laut Onshape aber „For non-commercial use only“, und alle deine Dokumente sind öffentlich. Jeder kann deine Konstruktionen also sehen. Standard kostet 1.500 US-Dollar je Nutzer und Jahr, Professional 2.500 US-Dollar (Stand Oktober 2026, Onshape). Die Preisseite zeigt zuerst US-Dollar, Euro kannst du dort umschalten.
Professional kannst du kostenlos testen, qualifizierte Profis über das Discovery Program bis zu 6 Monate. Exportieren kannst du unter anderem als STL und 3MF (Onshape).
Solid Edge Community Edition
Die Community Edition ist die kostenlose Privatfassung von Solid Edge, das Siemens heute „Designcenter Solid Edge“ nennt. Laut Siemens ist sie „intended for personal use, and may not be used for commercial purposes“ (Siemens). Die Lizenz läuft nicht ab (Siemens).
Zwei Einschränkungen nennt Siemens: Dateien aus der Community Edition lassen sich in den Bezahlfassungen nicht öffnen, und 2D-Zeichnungen tragen ein Wasserzeichen. Deine Teile und Baugruppen kannst du laut Siemens aber 3D-drucken. Was die Bezahlfassung kostet, konnten wir im Siemens-Shop nicht lesen.
Siemens nennt als System nur Windows 10 und 11, jeweils in den Ausgaben Enterprise oder Professional. Windows Home unterstützt Siemens nicht (Siemens). Laut der 3D-Druck-Seite von Siemens speichert Solid Edge Teile als STL und 3MF (Siemens). Ob das auch für die Community Edition gilt, steht dort nicht ausdrücklich.
SOLIDWORKS for Makers
Eine allgemeine Gratisfassung von SOLIDWORKS gibt es nicht, aber eine günstige für Privatleute. SOLIDWORKS for Makers kostet laut Dassault Systèmes 48 US-Dollar im Jahr oder 15 US-Dollar im Monat (Stand Oktober 2026, SOLIDWORKS). Das ist der US-Preis ohne Steuern, den Preis für Deutschland zeigt laut Seite erst der Warenkorb.
Die Fassung gilt für private Nutzung und für Personen, die mit ihren Projekten weniger als 2.000 US-Dollar im Jahr einnehmen. Dateien in den eigenen SOLIDWORKS-Formaten wie .sldprt bekommen ein digitales Wasserzeichen und lassen sich nur mit einer Makers-Lizenz öffnen. STEP und IGES, zwei Austauschformate für CAD-Daten, lassen sich laut Hersteller überall öffnen.
Das Desktop-Programm läuft auf Windows. Alternativ gibt es zum selben Preis SOLIDWORKS xDesign for Makers im Browser, laut Hersteller auf Chromebooks, Macs, Tablets und Windows-PCs. STL oder 3MF nennt die Makers-Seite nicht.
Kostenlosen Zugriff bekommen laut SOLIDWORKS berechtigte Start-ups. Auch berechtigte Makerspace-Mitglieder und Manager erhalten kostenlosen Zugriff auf die Lösungen für private Anwender, jeweils nach einer Bewerbung. Eine Testversion gibt es ebenfalls (SOLIDWORKS).
DesignSpark Mechanical
DesignSpark Mechanical kommt von RS und arbeitet mit Direktmodellierung. Kostenlos ist nur die Stufe Explorer, für verifizierte Mitglieder mit kostenlosem Konto. Kommerzielle Nutzung erlaubt RS dort ausdrücklich (RS). Explorer exportiert nur STL, OBJ, 3D-PDF und das eigene Format RSDOCX. Importieren kann Explorer weder STL noch STEP (RS). Für den Drucker reicht STL, eine 3MF-Ausgabe haben wir nicht gefunden. Die Lizenz prüft das Programm online.
Creator kostet 151,70 € im Jahr oder 12,70 € im Monat, Engineer 224,30 € im Jahr (Stand Oktober 2026, RS). Ob die Mehrwertsteuer enthalten ist, sagt RS nicht eindeutig. Creator und Engineer kannst du 7 Tage testen.
Das Programm läuft nur auf Windows 10 und 11 mit 64 Bit (RS).
Shapr3D
Shapr3D läuft auf Windows, macOS, iPadOS und visionOS, dem System der Apple Vision Pro (Shapr3D). Im Browser nennt Shapr3D nur einen Betrachter. Verlangt werden Windows 10 ab Version 2004, macOS ab 14 Sonoma oder iPadOS ab 17, auf dem iPad am besten mit Apple Pencil.
Die Gratisfassung heißt auf der Preisseite Free, in der Tarifübersicht auch Basic. Shapr3D Free erlaubt höchstens 2 Projekte und exportiert STL und 3MF in Basis-Auflösung. Ob du Shapr3D Free gewerblich nutzen darfst, steht nicht auf der Preisseite. Pro kostet 299 US-Dollar im Jahr ohne Mehrwertsteuer (Stand Oktober 2026, Shapr3D), Euro-Preise nennt Shapr3D nicht. Pro exportiert STL und 3MF in hoher Auflösung, dazu die CAD-Austauschformate STEP, IGES und XT. Testen kannst du Pro 14 Tage.
Womit modellierst du Figuren und organische Formen?
Mit einem Programm für Polygonmodellierung oder Sculpting. Kostenlos sind Blender und Wings 3D. Kostenpflichtig sind ZBrush für Sculpting, mit einer eingeschränkten Gratisfassung für das iPad, und Rhino für Freiformflächen.
Blender
Blender ist freie Software unter der GPL und auch für kommerzielle Arbeit kostenlos (Blender). Es kann Polygonmodellierung und Sculpting. Aktuell ist Version 5.2.2 LTS vom 15. September 2026. LTS steht für eine Version, die länger gepflegt wird.
Blender läuft auf Windows ab 8.1 (64 Bit), Linux und macOS ab 13. Seit Version 5.0 braucht der Mac einen Apple-Chip, Intel-Macs bekommen höchstens Blender 4.5 LTS (Blender). STL exportiert Blender ab Werk (Handbuch), 3MF nur über die Erweiterung „3MF Import/Export“ (Blender Extensions). Mehr zum Programm steht in unserem Artikel über Blender.
ZBrush
ZBrush gehört heute zu Maxon und ist laut Hersteller ein Werkzeug für digitales Sculpting, Modellieren und Malen (Maxon). Es läuft auf Windows, auch auf Arm, auf macOS und iPadOS.
Für den Desktop kostet ZBrush 427,21 € im Jahr oder 53,55 € im Monat, laut Maxon „inklusive des höchsten möglichen Mehrwertsteuersatzes“ (Stand Oktober 2026, Maxon). Die Desktop-Fassung kannst du 14 Tage testen. Kostenlos ist ZBrush für iPad in einer eingeschränkten Fassung: mit 28 Pinseln, einige Werkzeuge sind nur begrenzt nutzbar (Maxon).
Für den 3D-Druck nennen die Versionshinweise zu ZBrush 2026.2.1 einen 3MF-Export im „3D Print Hub“ (Maxon).
Wings 3D
Wings 3D ist ein kostenloses Programm für Polygonmodelle, laut Projekt „completely free for use in both personal and commercial projects“ (Wings 3D). Version 2.4.1 erschien im Januar 2025. Es läuft auf Windows ab 10, Linux und macOS ab 15, das Mac-Paket gibt es nur für Apple-Chips (Wings 3D). STL und 3MF liest und schreibt Wings 3D, beide Formate stehen im Quelltext.
Rhino
Rhino 8 von McNeel kann laut Hersteller „NURBS-Kurven, -Flächen und -Volumenkörper, SubD-Geometrie, Punktwolken und Polygonnetze erzeugen“ (Rhino). SubD sind Unterteilungsflächen für weiche Formen. Rhino gibt es nicht im Abo, sondern als Kauflizenz: 995 € für einen Einzelanwender, laut McNeel ohne Steuern (Stand Oktober 2026, McNeel). Studierende und Lehrpersonal zahlen 195 €.
Die Testversion läuft 90 Tage, danach kannst du nicht mehr speichern und keine Plug-ins mehr laden (McNeel). Rhino läuft auf Windows und Mac und gibt STL und 3MF aus (Formatliste).
Kann man 3D-Modelle programmieren?
Ja, mit OpenSCAD beschreibst du ein Modell als Skript statt mit der Maus. OpenSCAD ist freie Software unter der GPL v2 und kostenlos. Laut Projekt eignet es sich für 3D-Modelle von Maschinenteilen.
Es läuft auf Linux, Windows und macOS (OpenSCAD). Die letzte stabile Version 2021.01 stammt vom 7. Februar 2021. Daneben bietet die Downloadseite Nightly Builds an, also laufend gebaute Entwicklungsfassungen mit neuen Funktionen (OpenSCAD). STL und 3MF exportiert schon die Version 2021.01.
Welche CAD-Programme laufen auf Mac, Linux, iPad oder im Browser?
Auf dem Mac laufen 12 der 14 Programme, 9 davon installiert und 3 im Browser. Unter Linux installierst du 4, dazu kommt Onshape im Browser. Im Browser laufen 4 Programme, auf dem iPad 5. Unter Windows laufen alle 14, nur für Windows gibt es SOLIDWORKS for Makers als Desktop-Programm, die Solid Edge Community Edition und DesignSpark Mechanical. Im Einzelnen:
- Mac: Autodesk Fusion (ab macOS 14), FreeCAD, Blender (aktuelle Version nur mit Apple-Chip), OpenSCAD, Shapr3D, Rhino, SketchUp Pro, ZBrush und Wings 3D (ab macOS 15, nur mit Apple-Chip), dazu Onshape, Tinkercad und SOLIDWORKS xDesign im Browser.
- Linux: FreeCAD, Blender, OpenSCAD und Wings 3D, dazu Onshape im Browser. Fusion lässt sich laut Autodesk nicht direkt auf Linux installieren.
- iPad: Shapr3D, Onshape, Tinkercad, SketchUp (ab Go) und ZBrush.
- Browser: Onshape, Tinkercad, SketchUp Free und SOLIDWORKS xDesign. Fusion gibt es im Browser nur mit kommerzieller oder Bildungslizenz.
STL oder 3MF: Was muss das Programm für den 3D-Druck ausgeben?
Eines der beiden Formate STL oder 3MF. Den STL-Export haben wir bei 12 der 14 Programme belegt gefunden. 3MF geben laut Hersteller sieben ab Werk aus: FreeCAD, Onshape, OpenSCAD, Rhino, Shapr3D, Solid Edge und Wings 3D, bei Solid Edge allerdings nicht ausdrücklich für die Community Edition. ZBrush nennt 3MF im „3D Print Hub“ der Desktop-Fassung. Blender braucht für 3MF eine Erweiterung, für die Gratisfassung von Fusion ist 3MF nicht belegt.
Was 3MF gegenüber STL mitbringt, erklären wir im Ratgeber 3D-Dateiformate. Die exportierte Datei öffnest du dann in deinem Slicer, zum Beispiel in UltiMaker Cura. Brauchst du aus einer 3MF-Datei eine STL, hilft unser 3MF-zu-STL-Umwandler.
Ist ein Netz fehlerhaft, empfehlen wir MeshLab. Es ist kostenlos (GPL 3.0), wird gepflegt und kann laut Projekt Netze bearbeiten, säubern und reparieren. Seit Version 2025.07 unterstützt es auch 3MF. MeshLab läuft auf Windows, macOS und Linux (MeshLab).
Was ist mit AutoCAD und Inventor?
AutoCAD und Inventor sind Bezahlprogramme von Autodesk, eine Gratisfassung für Privatleute gibt es nicht. Für Teile, die du zu Hause druckst, reicht nach unserer Einschätzung eines der kostenlosen Programme oben.
AutoCAD kostet laut einer Archivkopie der deutschen Autodesk-Seite vom 4. Oktober 2026 2.166 € im Jahr oder 268 € im Monat, ohne Steuern. Kostenlos ist es nur für berechtigte Studierende und Lehrkräfte, sonst kannst du es 15 Tage testen. Es läuft auf Windows und macOS, dazu im Web und auf Mobilgeräten.
Inventor 2027 läuft nur auf Windows und verbindet laut Autodesk parametrisches, direktes, Freiform- und regelbasiertes Konstruieren. Testen kannst du 30 Tage, den Preis konnten wir nicht lesen (Archivkopie vom 2. September 2026).
Was ist aus 3D Builder, Meshmixer und anderen Programmen geworden?
Mehrere Programme aus älteren Übersichten werden nicht mehr angeboten oder nicht mehr weiterentwickelt. Stand 9. Oktober 2026:
- Microsoft 3D Builder: Seit Windows 10 Version 1709 ist es nicht mehr vorinstalliert. Seit Juli 2024 unterstützt Microsoft es nicht mehr und hat es laut eigener Angabe aus dem Store genommen (Microsoft).
- Autodesk Meshmixer: Laut Autodesk wird es nicht mehr weiterentwickelt und künftig nicht mehr unterstützt. Kostenlos gibt es noch Version 3.5.0, nur für Windows (Autodesk). Für Netzreparaturen empfehlen wir MeshLab.
- Leopoly: Den kostenlosen Modellierer für den Browser bietet die Firma nicht mehr an. Auf ihrer Seite stehen heute LeoShape, LeoXR und das VR-Programm Shapelab (Leopoly).
- Smoothie 3D: Die Website war am 9. Oktober 2026 nicht erreichbar, die iPad-App ist nicht mehr im App Store.
Reine 2D-Programme wie LibreCAD und QCAD geben kein STL aus und fehlen deshalb in dieser Übersicht.











