CAD Programme – Welche eignen sich für den 3D Druck?

Wenn man über den 3D Druck spricht, fällt immer auch das Schlagwort CAD. Das „Computer Aided Design“, also das rechnergestützte Erstellen von Konstruktionsdaten, ist für den 3D Druck unerlässlich. Ob Blender, Tinkercad oder Autodesk – für nahezu jede Aufgabenstellung innerhalb der Konstruktion gibt es das richtige Programm. Und das in vielen Fällen sogar kostenlos, denn einige CAD Programme sind als Freeware erhältlich. Wir möchten uns einmal dem Thema CAD Programm im Detail widmen. Was ist ein CAD Programm eigentlich genau, wie beginnen Einsteiger mit der Konstruktion am Rechner und worauf sollte man achten, wenn CAD Programme speziell für den 3D-Druck ausgewählt werden sollen? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen wir in diesem Beitrag auf den Grund.

Was ist eigentlich ein CAD Programm?

Im engsten Sinne versteht man unter CAD das Erzeugen und Ändern eines geometrischen Modells in virtueller Umgebung am Rechner. Weitergefasst gehören auch die geometrische Modellierung, Berechnungen und Simulationen zum Aufgabengebiet des CAD. Demzufolge ist ein CAD Programm ein Tool, was die genannten Aufgabenstellungen lösen kann und was für gängige PC-Systeme (Linux, Windows, Mac etc.) verfügbar ist.
CAD Software zielt darauf ab, möglichst viele Routineaufgaben automatisiert zu übernehmen. Neben der automatischen Bemaßung oder Schraffur gehört vor allem die Möglichkeit, bestehende Modelle jederzeit zu ändern und zu optimieren, zu den Vorteilen der rechnergestützten Konstruktion.

Welche Werkzeuge stellen CAD Programme bereit?

CAD bedient sich verschiedener Bereiche. So gehört das Beherrschen von Mengenlehre, Matrixalgebra oder der Graphentheorie aus dem mathematischen Sektor genauso zu einer CAD Software wie Software Engineering oder die Verarbeitung von Datenstrukturen aus der Informatik. Moderne CAD-Programme beherrschen dabei sowohl die 2D-Modellierung als auch die 3D-Modellierung. Während bei der 2D Modellierung vor allem Schnitte und Ansichten von Bauteilen durchgeführt werden (analog zum klassischen, technischen Zeichnen per Hand), werden beim 3D-Modellieren komplexe geometrische Körper in dreidimensionaler Form erstellt und gespeichert. Die 3D-Modellierungsdaten bedeuten zwar einen erhöhten Konstruktionsaufwand bei der Erstellung, dafür können die so gewonnenen Daten anschließend direkt an den 3D-Drucker weitergegeben werden.

Wie kann ich am besten mit einem CAD Programm beginnen?

Die harte Nachricht direkt zu Beginn: Ohne ausreichend Übung lassen sich keine CAD-Daten erstellen. Denn wer meint, dass sich die Programme „mal eben so“ beherrschen lassen, der irrt ganz gewaltig. Denn eines ist zu bedenken: Neben dem reinen Umgang mit der Software wollen auch grundlegende Schritte in Sachen Konstruktion erlernt und umgesetzt werden! Daher empfiehlt es sich für Anfänger oder Personen, die sich nur nebenbei mit dem 3D Druck und dem Erstellen von entsprechenden Daten beschäftigen, unbedingt auf eine der frei verfügbaren Freeware-Programme zurückzugreifen. Denn, auch das steht fest, steigt der Preis für CAD Software proportional mit dem angebotenen Leistungsumfang. Während Gratis-Programme einfach und schnell aus dem Netz heruntergeladen werden können (und für den Privatanwender vollkommen ausreichend sind), steht vor der Nutzung von Profi-Programmen zunächst einmal eine Investition an. Und die kann sich, abhängig von der ausgewählten Software, zwischen einigen hundert und mehreren Tausend Euro bewegen!

Für die ersten Schritte im Bereich CAD empfiehlt sich die Teilnahme an einem entsprechenden Fachforum. Im deutschsprachigen Raum sind das Forum von Cad.de oder das MegaCAD Forum (www.megacad.de) optimale Anlaufstellen für Einsteiger. Hier kann unter Gleichgesinnten gefachsimpelt werden und auch nach nützlichen Tipps und Tricks gefragt werden.

Wer sich noch nie mit technischen Zeichnungen, den entsprechenden Richtlinien und speziellen Symbolen beschäftigt hat, dem sei ein Crash-Kurs an der nächsten Volkshochschule dringend nahegelegt. Auch wenn man sich CAD autodidaktisch durchaus selber beibringen kann – nützliche Hinweise von Profis sind keinesfalls verkehrt und können auch nie schaden.

Worauf sollte ich bei der Auswahl von CAD Software für den 3D Druck besonders achten?

Während der eine auf SoildWorks setzt, ist der andere mit TurboCAD rundum zufrieden – und umgekehrt. Was wir damit sagen wollen: Leider gibt es nicht das eine, optimale, rundum perfekte Tool, was alle Anforderungen aller Nutzer abdeckt. Die einen Programme sind für technisches Design hervorragend geeignet, die anderen Tools stammen eher aus der künstlerisch-kreativen Ecke und können organische Formen besser umsetzen.

Wichtig ist jedoch immer, dass die CAD-Software die erstellen Konstruktionsdaten sauber, das bedeutet fein aufgelöst, als STL-Daten ausgeben können. STL Daten werden anschließend von der Software des 3D Druckers eingelesen und dienen der eigentlichen Fertigung. Übrigens: Einige Programme bringen die Schnittstelle zwischen CAD-Programm und 3D Drucker direkt mit oder bieten diese als zusätzliche App an!

Welche CAD Software gibt es und was muss ich bei der Verwendung beachten?

Der Markt für CAD-Programme ist überaus groß. Das wird jeder feststellen, der sich zum ersten Mal mit der Anschaffung einer entsprechenden Software beschäftigt. AutoCAD, Blender und Tinkercad – für jeden Bedarf gibt es das entsprechende Programm. Die Preise reichen dabei von null Euro (für Freeware) bis hin zu mehreren tausend Euro für Profi-Programme. Bevor jetzt aber das Sparbuch geplündert und eine im Nachhinein völlig falsche Software gekauft wird, sollten wir einen Blick auf die unterschiedlichen Programme werfen.

Generell unterscheiden sich die Programme hinsichtlich Ihres Einsatzbereiches auf den unterschiedlichen Betriebssystem-Plattformen. Die bekanntesten Betriebssysteme sind hier Windows von Microsoft, MacOS von Apple und das auf Open Source basierende Linux. Logisch, dass vor dem Kauf einer CAD Software daher erstmal gecheckt werden muss, mit welchem Betriebssystem der eigene Rechner läuft.

Neben Software, die direkt auf dem eigenen Rechner installiert wird, gibt es auch Programme, die im Browser lauffähig sind. Bei dieser Software ist keine Installation nötig, die Programme werden über das Internet aufgerufen. Diese sogenannte „Cloud-Lösung“ eignet sich vor allem für den standort- und rechnerunabhängigen Einsatz oder für die Verwendung im Team. Webbasierte Software ist genauso leistungsfähig wie Programme, die installiert werden müssen, allerdings ist zu bedenken, dass die erstellten Modelle in der Cloud – also auf einem fremden Server im Internet – abgespeichert werden. Gerade bei Servern im Ausland gelten weniger strenge Datenschutzrichtlinien als in Deutschland. Wer also mit sensiblen CAD-Daten hantieren will und Wert auf höchste Datensicherheit legt, der sollte sich eher in Richtung installierbare Software orientieren.

Übersicht über die CAD-Software

Wir haben uns die zehn gängigsten, beliebtesten Programme für die Konstruktion am Rechner einmal genauer angesehen. Dabei wollten wir wissen, was die Programme eigentlich genau können, wie sie sich voneinander unterscheiden und natürlich hat uns auch der Preis interessiert.

Autodesk Fusion 360

CAD Programm Fusion 360
Die CAD-Software Autodesk Fusion 360 ist sehr mächtig und dabei für viele Menschen kostenlos

Wer sich mit dem 3D Druck beschäftigt, der wird über kurz oder lang auf Autodesk stoßen. Der renommierte Hersteller von Konstruktions-Software ist seit vielen Jahren in dem Bereich CAD aktiv. Autodesk Fusion 360 ist die neueste Version des Tools und gemäß des Herstellers ein „3D-Tool für CAD, CAM und CAE, welches den gesamten Produktentwicklungsprozess in einer einzigen, cloudbasierten Plattform zusammenfasst“.

Und in der Tat lässt Autodesk Fusion 360 kaum einen Wunsch unerfüllt. Mächtige Sculpting-Tools erlauben das einfach Ausprobieren von Formen und Modellierungswerkzeugen mit unterschiedlichen Oberflächenmerkmalen, Passformen und Bewegungen von ganzen Baugruppen können mittels der Software getestet werden und fotorealistische Renderings erstellen ist mit nur einem Mausklick machbar.

Für die Fertigung der erstellten Kreationen können wahlweise Werkzeugwege (für das Fertigen auf CNC-Fräsmaschinen) oder Arbeitsabläufe für den direkten 3D Druck erstellt werden.

Kosten: Fusion 360 gibt es für viele Menschen kostenlos. Dem haben wir einen eigenen Artikel gewidmet: Autodesk Fusion 360 im 3D Druck – Kostenlos und mächtig 

Betriebssysteme: Windows und MacOS

Testversion verfügbar?
JA. Die Testversion ist für 30 Tage uneingeschränkt lauffähig und kostenfrei.

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FreeCAD

CAD Software FreeCAD
FreeCAD ist wie der Name schon sagt: kostenlos. Lass’ dich aber nicht davon täuschen, denn diese CAD Software hat ebenfalls viel zu bieten

FreeCAD ist ein Open Source Konstruktionsprogramm, was bedeutet, dass es ohne kommerziellen Hintergrund von einer freien Community entwickelt wurde und frei im Netz verfügbar ist. Das Programm kann zum Entwurf realer Objekte jeder Größe genutzt werden.

FreeCAD ist auf freier Software basierend und daher vollständig personalisierbar, skriptfähig und erweiterbar. Ebenfalls praktisch: FreeCAD ist sowohl für Windows und Mac als auch für Linux verfügbar. Fast alle Funktionen von FreeCAD sind über Python zugänglich. Wer einige Programmierkenntnisse mitbringt, kann die Funktionalität des Programms nach eigenen Vorstellungen erweitern und durch Skripte automatisieren.

Es können ebenfalls eigene Module erstellt und FreeCAD in eigenen Anwendungen eingebettet werden. Eine extrem aktive Community hilft Anfängern gerne bei den ersten Schritten.

Kosten: FreeCAD ist komplett kostenlos verfügbar.

Betriebssysteme: Windows, Mac, Linux

Testversion verfügbar?
NEIN. FreeCAD kann mit vollem Funktionsumfang und ohne Einschränkungen heruntergeladen und verwendet werden.

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Microsoft 3D Builder

CAD Programm 3DBuilder
Windows 10 Nutzer haben diese CAD Software von Microsoft bereits auf dem PC: 3D Builder. Für schnelle und einfache Designs geeignet

Man kann ja von Microsoft Windows halten, was man will – aber dass das Betriebssystem mit Funktionen geizt, kann man nur wirklich nicht behaupten! Was wahrscheinlich nicht jeder weiß: Windows 10 bringt sein bordeigenes CAD Programm direkt von Haus aus mit!

Wer in die Windows-Suche „3D Builder“ eingibt, gelangt über die Suchergebnisse direkt zu der vorinstallierten „App“. Im 3D Builder dreht sich alles um sogenannte Szenen. In diesen Szenen können beliebige Objekte eingefügt und angepasst werden. Objekte werden dabei aus vordefinierten Rubriken gewählt. So stehen unter anderem Würfel, Zylinder, Kegel oder Kugeln bereit, die selbstverständlich verändert oder angepasst werden können.

Der 3D Druck der erstellten Objekte ist hier wirklich kinderleicht: Ein Klick auf das Menüsymbol in der Auswahlliste und das konstruierte Objekt wird direkt an den angeschlossenen 3D-Drucker gesendet.

3D Builder darf natürlich nicht als Profi-Software verstanden werden. Vielmehr ist die App für Einsteiger gedacht, die sich erstmalig mit den Möglichkeiten von CAD auseinandersetzen wollen. Das Programm ist daher leicht zugänglich, einfach zu bedienen und für die Erstellung erster Modelle vollkommen ausreichend.

Kosten: 3D Builder ist Teil von Microsoft Windows und daher ohne Zusatzkosten verfügbar

Betriebssystem: Windows 10

Testversion verfügbar?
NEIN. 3D Builder ist bereits unter Windows 10 vorinstalliert

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Blender

CAD Programm Blender
Auch Blender ist kostenlos und gleichzeitig sehr stark. Die große Community hilft dir bei Problemen

Wer 3D Modelle in Profi-Qualität erstellen will, muss nicht zwangsläufig auf teure Software zurückgreifen! Blender ist hier die kostenlose Open Source Lösung, die sich sowohl für den privaten als auch kommerziellen Einsatz eignet. Blender überzeugt durch einen immens großen Funktionsumfang, bedarf allerdings einer gewissen Zeit der Einarbeitung.

Blender kann nicht nur für das Konstruieren von 3D-Druck Modellen verwendet werden, sondern auch für Animationen. Kein Wunder, dass sich die Software im Bereich der Video- oder Spieleerstellung weit verbreitet hat. Die modulare Benutzeroberfläche von Blender kann dabei ganz auf die persönlichen Vorlieben der Anwender hin konfiguriert werden.

Wie bereits erwähnt, ist Blender überaus umfangreich und mächtig. Die nicht unbedingt selbsterklärende Anleitung lässt gerade für Einsteiger viele Fragen offen, die aber schnell mittels Tutorial-Videos bei Youtube oder durch die sehr aktive Community beantwortet werden können. Fehlende Funktionen können leicht durch Add-Ons hinzugefügt werden oder mit Python selbst programmiert werden.

Kosten: Blender ist als Open Source Software verfügbar und daher komplett kostenfrei

Betriebssysteme: Windows, Mac, Linux

Testversion verfügbar?
NEIN. Blender ist als Vollversion kostenlos herunterladbar.

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3D Slash

CAD Software 3DSlash
3DSlash ist webbasiert und deswegen kannst du dieses CAD Programm mit nahezu jedem Betriebssystem nutzen

Einfach, intuitiv, webbasiert: 3D Slash ist ein überaus benutzerfreundliches Tool zur Erstellung von 3D Designs. Das besondere an 3D Slash: Es richtet sich explizit an Anwender ohne CAD Kenntnisse! 3D Slash kann wahlweise direkt im Browser oder über eine herunterladbare App gestartet werden.

Auf den ersten Blick fällt die aufgeräumte, im Vergleich zu anderen Anwendungen fast schon „leere“ Werkzeugleiste auf. Diese Reduzierung auf das Wesentliche ist bei 3D Slash Programm. Komplexe Formen werden auf fast schon spielerische Art und Weise aus kleinen Würfeln erstellt, in dem diese Würfel wahlweise dem Objekt hinzugefügt oder entsprechend entfernt werden.

Zusätzlich erlaubt 3D Slash den Import eigener Bilder als Vorlagen für eigene Formen. Ist die Konstruktionsarbeit erledigt, kann das fertige Modell direkt als STL Datei zum 3D druck ausgegeben werden. Überaus interessant ist auch die VR Möglichkeit. Mit der neuesten Version wurde Virtual Reality in das Programm implementiert, so dass sich erstellte Objekte direkt in einer virtuellen, dreidimensionalen Umgebung betrachten lassen.

Die Basis-Variante von 3D Slash ist kostenfrei nutzbar, allerdings nur nach einmaliger Registrierung. Auch ist bei der Testversion der Funktionsumfang eingeschränkt. Fertige Modelle lassen sich hier nicht für den 3D druck exportieren.

Kosten: Premium-Version für den privaten Gebrauch 24 $ pro Jahr. Bei kommerzieller Nutzung steigt die Gebühr auf 240 $ pro Jahr.

Betriebssysteme: Windows, Mac, Linux, wahlweise als App oder im Browser nutzbar

Testversion verfügbar?
JA. 3D Slash kann nach Registrierung kostenfrei ausprobiert werden

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Tinkercad

CAD Programm Tinkercad
Tinkercad gehört zum Autodesk-Imperium und bietet einen einfachen Einstieg in die Welt der CAD Programme. Besonders für Kinder zu empfehlen

Aus dem Hause Autodesk stammt die kostenfreie, komplett im Webbrowser nutzbare 3D Konstruktionssoftware Tinkercad. Das 3D-Design-Tool lässt sich überaus einfach und intuitiv nutzen. Die Bedienung erfolgt dabei überwiegend per Maus. Aus einer umfangreichen Bibliothek können vorgefertigte Objekte bezogen und frei gemäß den eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Natürlich lassen sich auch völlig frei eigene Kreationen erstellen. Die Anwender werden von Tinkercad durch den Designprozess geleitet und mit Infos zu den Grundlagen der Software versorgt, bevor die fortgeschrittenen Techniken der Modellierung erklärt werden. Durch ein frei verfügbares, kostenloses Plug-In können erstellte Objekte über i.materialise gedruckt werden. Auch ein direktes Hochladen der eigenen Objekte nach Thingiverse ist problemlos möglich.

Tinkercad mag nicht so umfangreich erscheinen wie Profi-Anwendungen, aber gerade die einfache Zugänglichkeit macht das Programm zu einem echten Tipp für Einsteiger und Anfänger in Sachen 3D Konstruktion.

Kosten: Aktuell noch kostenfrei erhältlich, später sollen Abo Modelle eingesetzt werden.

Betriebssysteme: Browserbasiert, daher lauffähig unter allen gängigen Betriebssystemen

Testversion verfügbar?
NEIN. Tinkercad kann sofort mit vollem Funktionsumfang ohne Einschränkungen verwendet werden.

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Vectary

CAD Software Vectary
Vectary ist auch ein webbasiertes CAD Programm und bietet somit eine große Flexibilität, was die Betriebssysteme betrifft.

Wer gerne unabhängig vom Rechner und Standort sowie im Team an einem Projekt arbeitet, der sollte sich Vectary einmal genauer ansehen. Vectary ist ein komplett cloud-basiertes 3D Konstruktionsprogramm, das ohne Installation auskommt. Vectary wird einfach im Browser gestartet, die erstellten Designs werden in einer Cloud abgespeichert.

Neben einer extrem einfachen Bedienung, die fast schon selbsterklärend auch für absolute CAD Anfänger geeignet ist, kann vor allem die kollaborative Verwendung der Software überzeugen. Erstellte Daten lassen sich von einem kompletten Team bearbeiten, gleichzeitig oder zeitversetzt. Das macht Vectary vor allem auch für den Einsatz in Schulen oder der Ausbildung hoch interessant.

Nach einer Registrierung ist Vectary prinzipiell vollkommen kostenfrei zu nutzen. Wer mehr als 100 Projekte erstellen oder Bilder in 4k Auflösung rendern will, der muss zu den kostenpflichtigen Premium-Versionen greifen.

Kosten: Basisvariante kostenlos, Premium je nach Umfang 19 $ – 49$ pro Monat

Betriebssysteme: Vectary läuft rein webbasiert, ist also auf allen gängigen Betriebssystemen nutzbar.

Testversion verfügbar?
NEIN. Vectary kann nach Registrierung kostenfrei verwendet werden.

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DesignSpark Mechanical

CAD Software Designspark Mechanical
DesignSpark Mechanical ist von RS Online, bekannt durch den Raspberry Pi.

DesignSpark Mechanical ist eine kostenlos erhältliche 3D Design-Software, die sich hauptsächlich an Ingenieure und den professionellen Einsatz in der Industrie richtet. DesignSpark Mechanical will die größten Hürden hinsichtlich einer Anschaffung einer 3D Software – nämlich ein hoher Preis und eine lange Einarbeitungszeit – umgehen. Und schafft das auch mühelos, denn DesignSpark Mechanical ist nicht nur komplett ohne Kosten nutzbar, sondern auch intuitiv bedienbar.

Durch die grundlegende Technologie des „Direct Modelling“ lassen sich jegliche Geometrien gestenbasiert erstellen. Die Benutzeroberfläche ist dabei an Microsoft Office angelehnt, was die Eingewöhnungszeit auf wenige Minuten verkürzt. Mehr als 100 Millionen verfügbare 3D Modelle stehen den Anwendern zum Ausprobieren, Anpassen und Verwenden zur Verfügung.

Die Benutzer-Lizenz für DesignSpark Mechanical ist unbegrenzt, Limitierungen gibt es keine. Alle erstellten Dateien lassen sich in das STL Format exportieren und somit direkt für den 3D Druck nutzen.

Kosten: DesignSpark Mechanical ist komplett kostenfrei

Betriebssysteme: Windows ab Windows XP mit Service Pack 3

Testversion verfügbar?
NEIN. DesignSpark Mechanical ist nur als Vollversion erhältlich.

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OnShape

CAD Programm OnShape
Das browserbasierte CAD-Programm OnShape bietet eine kostenlose Version an. Bei dieser musst du aber alle deine Designs öffentlich machen, was sicherlich bei sensiblen Designs nicht zu empfehlen ist.

OnShape ist eine weitere, rein cloud-basierte 3D Design-Anwendung. Das Tool eignet sich hervorragend für den Design-Prozess in kleinen oder mittleren Teams, überzeugt durch einen großen Funktionsumfang, intuitive Nutzung und eine ansprechende, grafische Darstellung der konstruierten Bauteile.

Wie andere Cloud-Dienste ist für die Nutzung von OnShape keine Installation notwendig, alles findet im Netz statt. So auch das Abspeichern der fertigen Modelle, was hinsichtlich Datensicherheit nicht jeden Nutzer freuen wird. Auch der Preis ist nicht gerade ein Grund zur Freude: Bereits die Standard-Version ohne Datenmanagement, Admin Tools und Release Management schlägt mit 1500 § pro Jahr zu Buche. Die „Professional“ Variante liegt bei 2100 $, Unternehmen müssen mindestens 20.000 $ auf den Tisch legen (dies allerdings nur einmalig).

Zum Ausprobieren ist OnShape demzufolge schlicht zu teuer –oder? Nein, denn auch für den Hobbybereich oder zum Testen hat OnShape eine Variante parat. OnShape free entspricht vom Leistungsumfang her der Professional-Version und kann uneingeschränkt verwendet werden. Allerdings muss sich der Anwender darauf einlassen, dass seine erstellten Objekte für alle anderen Anwender frei zugänglich in der Cloud gespeichert lassen.

Sensible Unternehmensdaten sollten also keinesfalls mit der Free-Version erstellt werden, auch im Hobby-Bereich muss gut überlegt werden, ob die eigenen Ideen für den Preis einer kostenfreien Software im Netz verbreitet werden.

Kosten: Ab 1500 $ pro Jahr bis über 20000 $ für Unternehmen

Betriebssysteme: Webbasiert, daher unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem

Testversion verfügbar?
JA. OnShape kann kostenlos verwendet werden, allerdings werden die erstellten Objekte dann für jedermann zugänglich in der Cloud veröffentlicht.

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OpenSCAD

CAD Programm OpenSCAD
Ein wenig “nerdy”, aber dennoch sehr stark. Du kannst Designs entwickeln, die du individuell per Texteingabe ändern kannst, ohne an dem Objekt Hand anzulegen.

Als letztes Tool in unserer Übersicht möchten wir gerne OpenSCAD vorstellen. Die Freeware arbeitet anders als die anderen aufgeführten Programme mit beschreibenden Skripten. Diese Skripte ermöglichen dem Anwender eine sehr genaue Kontrolle über jeden einzelnen Arbeitsschritt. Grundlage sind immer zwei- und dreidimensionale Grundformen, die innerhalb der Software zu komplexen Modellen zusammengesetzt werden. Dafür stehen unterschiedliche mathematische Operatoren, Transformationen und Variablen zur Verfügung.

In erster Linie ist OpenSCAD für die Realisierung von Maschinen-Bauteilen gedacht, lässt sich aber auch hervorragend für den 3D Druck einsetzen. Der nicht ganz so leichte Einstieg wird durch umfangreiche Dokumentationen wesentlich erleichtert. Wer bereits Programmierkenntnisse besitzt, wird sich recht schnell bei OpenSCAD zurecht finden. Wer mit Skripten so rein gar nichts anfangen kann, der ist bei grafisch basierten Alternativen jedoch wesentlich besser aufgehoben.

Kosten: OpenSCAD ist als Freeware ohne Kosten verfügbar

Betriebssysteme: Windows, Mac, Linux

Testversion verfügbar?
NEIN. OpenSCAD ist direkt als Vollversion verfügbar

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Fazit

Vom blutigen Anfänger bis hin zum Vollprofi: Eine passende 3D Konstruktionssoftware ist garantiert verfügbar. Ob man jetzt mehrere tausend Euro für ein lizensiertes Premium-Produkt ausgibt oder lieber auf Freeware setzt, bleibt dem eigenen Geschmack (und dem mehr oder weniger gefüllten Bankkonto) überlassen. Dabei gilt: Kostenlos ist nicht gleich schlechter! Die aktuellen Open Source Programme oder die verfügbare Freeware können problemlos mit den teuren Bezahl-Produkten mithalten. Selbst cloud-basierte CAD-Software, die nur über den Browser läuft, kann heutzutage für die Konstruktion beeindruckender Modelle verwendet werden.